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Indonesien : Muslime entsetzt über Playboy-Pläne

  • Aktualisiert am

Seit 2003 gibt es die serbische Ausgabe Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Die Ankündigung einer landeseigenen „Playboy“-Ausgabe ist unter den Muslimen in Indonesien mit Empörung aufgenommen worden. Wenn das Magazin tatsächlich im Frühjahr auf den Markt komme, sei dies „verheerend“ für das Land.

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          In Indonesien soll im Frühjahr eine landeseigene Ausgabe des Männermagazins „Playboy“ erscheinen. Die Ankündigung hat unter den Muslimen des Landes für Empörung gesorgt.

          Wenn das Magazin tatsächlich im März auf dem Markt erscheine, sei dies „verheerend“ für das Land, sagte der Vorsitzende des Mudschahedin-Rats in Indonesien, Irfan Awwas, am Freitag.

          Der Chef der größten muslimischen Vereinigung des Landes, Hasyim Muzadi, sagte, ein solcher Schritt fordere „die Katastrophe“ geradezu heraus. Einem Bericht des Nachrichtenportals Detikcom zufolge soll der „Playboy“ ab März in indonesischer Sprache auf den Markt kommen. Die erforderliche Lizenz liege bereits vor.

          Posing für den Start der japanischen Playboy-Homepage 2003

          Die indonesische Ausgabe werde jedoch weniger offenherzig sein als die im Westen veröffentlichten Magazine. In Indonesien sind auch jetzt schon Herrenmagazine mit Fotos von nur leicht bekleideten Frauen im Verkauf. Indonesien wäre nach Japan das zweite asiatische Land mit einer eigenen „Playboy“-Ausgabe. 88 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

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