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Indonesien : Mindestens vier Tote bei Erdbeben

  • Aktualisiert am

Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben Bild: AFP

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,5 in Indonesien sind der Nacht zum Montag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehrere hundert Häuser wurden zerstört. Tausende Menschen rannten in Panik auf die Straße. Die Behörden hatten vorübergehend eine Tsunami-Warnung ausgegeben.

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          Nach einem gewaltigen Erdbeben vor der indonesischen Insel Sulawesi (Celebes) sind mindestens vier Leichen geborgen worden. Wie die Behörden am Montag mitteilten, flohen in der Nacht tausende Menschen aus ihren Häusern. „Sie dachten, dass binnen Minuten ein Tsunami droht“, sagte ein Stadtrat in der am schwersten betroffenen Region Buol auf der Insel Sulawesi. Nach Angaben des amerikanischen Instituts für Geophysik (USGS) hatte das Beben der Stärke 7,5 viele Menschen im Schlaf überrascht. Nach dem schweren Tsunami vor fast vier Jahren war vergangene Woche in Indonesien ein maßgeblich von deutschen Forschern entwickeltes Frühwarnsystem in Betrieb genommen worden.

          In Buol starben drei Menschen; mindestens 700 Häuser stürzten ein. Das Gebiet war nach dem Beben praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Ein 56-jähriger Mann starb im Bezirk Gorontalo. Insgesamt wurden mehr als 40 Menschen verletzt. Das Epizentrum lag nach Angaben des USGS 136 Kilometer vor der Küstenstadt Gorontalo in einer Tiefe von 21 Kilometern unter dem Meeresboden. Die indonesischen Behörden gaben zunächst eine Tsunami-Warnung aus, hoben sie aber nach kurzer Zeit wieder auf. Drei schwere Nachbeben wurden registriert.

          Regelmäßig schwere Erdbeben

          Die indonesischen Inseln werden regelmäßig von schweren Beben erschüttert. Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuerring, an dem mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben im Indischen Ozean vor der indonesischen Insel Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst, durch die in mehreren asiatischen Ländern insgesamt 230.000 Menschen ums Leben kamen. Auch in den vergangenen beiden Jahren fielen in der Region zahlreiche Menschen tödlichen Flutwellen zum Opfer.

          Steht nur noch auf wackeligen Beinen: ein Haus auf der Insel Sulawesi

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