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Indonesien : Fatwa zum Schutz von Wildtieren erlassen

Vom Aussterben bedroht: Sumatra-Tiger Bild: dapd

Orang-Utan, Nashorn, Sumatra-Tiger: In Indonesien leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten. Nun haben islamische Rechtsgelehrte die Jagd auf diese zur Sünde erklärt.

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          Islamische Rechtsgelehrte in Indonesien haben Muslimen die Jagd auf geschützte Wildtiere untersagt. In einer Fatwa, einer religiösen Richtlinie, erklärte die größte islamische Organisation des Landes auch den Handel mit bedrohten Tierarten zur Sünde.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Laut dem Rat der Muslimgelehrten hat Allah sämtliche lebenden Organismen inklusive bedrohter Arten wie Tiger, Nashörner, Elefanten und Orang-Utans mit dem Ziel „eines ausgewogenen Ökosystems“ geschaffen. Sie seien dem Menschen zwar untergeordnet. Er sei aber gerade deshalb verpflichtet, keinen Schaden anzurichten, heißt es in dem nun bekanntgewordenen Text, der offenbar schon im Januar erlassen worden war und der als einer der ersten seiner Art gesehen wird. Ausnahmen seien nur dann gestattet, sofern sie den religiösen Gesetzen der Scharia folgten.

          Die Umweltorganisation WWF äußerte die Hoffnung, dass die Prediger des überwiegend muslimischen Landes die Fatwa beim Freitagsgebet bekanntmachen würden. Sie soll den Angaben nach die bestehende nationale Gesetzgebung ergänzen. In Indonesien sind unter anderem Orang-Utans, der Sumatra-Tiger und das Java-Nashorn vom Aussterben bedroht.

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