https://www.faz.net/-gum-874p3

Gewitter-Statistik : Wo die meisten Blitze einschlagen

  • Aktualisiert am

Insgesamt schlugen laut dem Blitz-Informationsdienst von Siemens 2014 mehr als 622.600 Blitze in Deutschland ein, etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Bild: dpa

Experten von Siemens haben ermittelt, in welchem Ort in Deutschland im vergangenen Jahr die meisten Blitze eingeschlagen sind. Insgesamt nahm die Zahl deutlich zu - was vor allem den Versicherungen zu schaffen macht.

          Die brandenburgische Stadt Cottbus ist Deutschlands Blitze-Hauptstadt 2014. Im vergangenen Jahr registrierte der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) dort 8,42 Blitze pro Quadratkilometer, wie die Experten am Mittwoch in München mitteilten. Mit nur 0,23 registrierten Blitzen verzeichneten der Landkreis Aurich und die Stadt Passau die geringste Zahl an Blitzeinschlägen.

          Insgesamt registrierte der Blitz-Informationsdienst von Siemens 2014 mehr als 622.600 Blitzeinschläge in Deutschland, etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr. 2013 war das oberfränkische Coburg mit 6,39 Einschlägen Blitze-Hauptstadt, 2012 war es Memmingen mit 7,4 Blitzen pro Quadratkilometer. Generell gibt es im Süden Deutschlands mehr Blitze als im Norden. Das hängt von den jeweiligen Temperaturen und der Großwetterlage ab.

          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android
          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android

          Das neue Angebot für den klugen Überblick: Die wichtigsten Nachrichten und Kommentare der letzten 24 Stunden – aus der Redaktion der F.A.Z. – bereits über 100.000 mal heruntergeladen.

          Mehr erfahren

          Der Blitz-Informationsdienst von Siemens nutzt rund 150 verbundene Messstationen in Europa und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Benelux, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. „Aus den Daten der Messstationen können wir bis auf 200 Meter genau ermitteln, wo gerade ein Blitz eingeschlagen hat“, sagte Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes.

          Siemens analysiert seit 1991 die registrierten Blitze und sendet umgehend Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden. Genutzt wird der Dienst unter anderem von Wetterdiensten, Versicherungen, Industrieunternehmen sowie Betreibern von Stromnetzen.

          Im Juli hatte die Deutsche Versicherungswirtschaft mitgeteilt, dass die Schäden durch Blitze in Deutschland deutlich zugenommen haben. Die deutschen Sachversicherer hätten 2014 rund 340 Millionen Euro für Schäden durch Blitze und Überspannung gezahlt, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das waren um 100 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Hintergrund ist die zunehmende Ausstattung mit elektronischen Geräten.

          In der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung registrierten die Versicherer insgesamt 410.000 Schadensmeldungen, das waren 90.000 Fälle mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt leisteten die Versicherer für einen gemeldeten Schaden 830 Euro; im Jahr 2013 kostete ein Blitz- oder Überspannungsschaden im Schnitt noch 750 Euro.

          Weitere Themen

          Shakira wegen Steuerhinterziehung angeklagt

          Sängerin aus Kolumbien : Shakira wegen Steuerhinterziehung angeklagt

          Die spanische Staatsanwaltschaft hat Klage gegen Shakira erhoben. Der kolumbianischen Künstlerin wird vorgeworfen, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Ihre Anwälte hatten offenbar vorher versucht, den Fall außergerichtlich zu klären.

          Topmeldungen

          Kommentar zu Straßburg : Das ist deutsche Hybris

          Kann es uns wirklich besser als Franzosen, Briten und Spaniern gelingen, die Ausbreitung von integrationsunwilligen Parallelgesellschaften zu verhindern? Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.