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Hygienefehler alle 50 Sekunden : Bundesinstitut warnt: Fernsehköche gefährden Ihre Gesundheit

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ZDF-Moderator Johannes B. Kerner mit den TV-Köchen Johann Lafer, Alfons Schuhbeck, Cornelia Poletto und Sebastian Lege. Bild: dpa

Ungewaschene Hände und verunreinigte Schneidebretter: Das Bundesinstitut für Risikobewertung wirft TV-Köchen mangelnde Hygiene vor. Die Sendungen seien auch für die Zuschauer eine Gefahr.

          In deutschen Kochsendungen machen die Protagonisten im Schnitt alle 50 Sekunden einen Hygienefehler. Das schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einem neuen Bericht. Experten hatten insgesamt 100 Folgen verschiedener Formate analysiert und auf mangelnde Küchenhygiene geachtet. Besonders oft beobachteten sie dabei, dass dreckige Hände am Geschirrtuch abgewischt wurden und dass mit den Fingern gesalzen oder gewürzt wurde.

          Zu den häufigsten Fehlern gehörte zudem, dass keine gründliche Zwischenreinigung des Schneidebretts erfolgte und dass sich Köche nach Kratzen, Niesen, Husten oder ähnlichem nicht die Hände wuschen.

          Tausende lebensmittelbedingte Infektionen

          Das BfR geht davon aus, dass schlechte Küchenhygiene im TV auf den Zuschauer abfärbt: „Personen, die Kochvideos mit einwandfreier Küchenhygiene sehen, machen beim Nachkochen weniger Hygienefehler als diejenigen, die fehlerhafte Kochvideos sehen.“

          Laut BfR werden hierzulande jährlich mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die wahrscheinlich auf lebensmittelbedingte Infektionen mit Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten zurückzuführen sind. „Daher ist es wichtig, beim täglichen Arbeiten in der Küche auf Sauberkeit und Hygiene zu achten.“

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