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Homophobie hinter Gittern : Häftlinge vertreiben homosexuellen Gefängniskoch

Ausblick aus der Justizvollzugsanstalt in Freiburg Bild: dpa

Sie sitzen hinter Gittern und lehnen das Essen aus der Küche ab. Weil der Koch schwul ist, versorgten sich die siebzig Häftlinge lieber anders. Bei der Mehrheit der Boykotteure soll es sich um Russlanddeutsche handeln.

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          In der Justizvollzugsanstalt Freiburg (Baden-Württemberg) haben sich über mehrere Tage etwa 70 Häftlinge geweigert, das Essen aus der Anstaltsküche zu essen, weil es von einem homosexuellen Koch zubereitet wurde. Bei den Häftlingen, die am 1. Mai mit ihrem Boykott begonnen hatten, soll es sich größtenteils um Russlanddeutsche gehandelt haben.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die Häftlinge versorgten sich mit Nahrungsmitteln aus dem Anstaltsladen. Das Justizministerium sprach von einer „Machtdemonstration“ der Häftlinge. Mittlerweile wurden die Rädelsführer in andere Gefängnisse verlegt.

          „Viele Häftlinge wollten nicht, dass ein homosexueller Koch das Essen zubereitet. Der homosexuelle Koch hat sich dann bereit erklärt, künftig in der Küche für die Bediensteten der Justizvollzugsanstalt zu arbeiten“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Sonntag. Der Koch habe die Entscheidung aus freien Stücken getroffen.

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