https://www.faz.net/-gum-8mght

Mehr Kinder in Deutschland : Höchste Geburtenziffer seit 1982

  • Aktualisiert am

In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren Bild: dpa

Die Geburtenziffer ist zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren wieder auf den Wert von 1,5 je Frau gestiegen. Doch nicht überall in Deutschland bekommen die Frauen mehr Kinder.

          1 Min.

          Die Frauen in Deutschland bekommen so viele Kinder wie seit 33 Jahren nicht mehr. Die durchschnittliche Kinderzahl stieg im vergangenen Jahr auf 1,50 Kinder je Frau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das ist nach Angaben der Behörde der bislang höchste Wert im wiedervereinigten Deutschland. Ein ähnlich hoher Wert sei zuletzt 1982 für das Gebiet der heutigen Bundesrepublik mit 1,51 Kindern je Frau registriert worden. Im Vergleich zu 2014 seien 27 Babys pro 1.000 Frauen mehr geboren worden (Geburtenziffer von 1,47).

          Bei den Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit stieg die Geburtenziffer den Angaben zufolge nur geringfügig von 1,42 Kindern je Frau 2014 auf 1,43 im Jahr 2015. Bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit wuchs sie dagegen deutlich von 1,86 auf 1,95 Kinder je Frau. In 13 Bundesländern habe die Geburtenziffer 2015 zugenommen. Lediglich in Berlin sei sie unverändert geblieben sowie in Brandenburg und Niedersachsen geringfügig gesunken. In den ostdeutschen Bundesländern bekamen die Frauen mit 1,56 Kindern durchschnittlich mehr Kinder als im Westen Deutschlands (1,50).

          Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. Die Zahl der Kinder, die Frauen im Laufe ihres Lebens tatsächlich bekommen haben, kann für Frauenjahrgänge angegeben werden, die das Ende des gebärfähigen Alters erreicht haben, das statistisch mit 49 Jahren angesetzt wird. Das Alter der Mütter bei der Geburt stieg um knapp einen Monat auf durchschnittlich 31 Jahre.

          Weitere Themen

          Entsetzen nach Gewalttat an russischer Schule Video-Seite öffnen

          Täter festgenommen : Entsetzen nach Gewalttat an russischer Schule

          Bei einem Schusswaffenangriff auf eine Schule im zentralrussischen Kasan sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehrere der rund 20 Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht wurden, schwebten in Lebensgefahr.

          Topmeldungen

          Die EZB erwartet eine steigende Inflation. Allerdings meint sie, der Anstieg sei nur vorübergehend.

          Steigende Preise : Was Sparer zur Inflation wissen müssen

          Alles rund ums Bauen wird teurer, aber auch viele Lebensmittel und vor allem Heizöl und Benzin. Steigt mit dem Abklingen der Pandemie die Inflation? Und wie können sich Sparer rüsten?
          Die Intensivstation der Universitätsklinik Frankfurt mit Coronapatienten im April 2020

          Anhaltend hohe Todeszahlen : Wer jetzt noch an Corona stirbt

          Noch verzeichnet Deutschland jede Woche mehr als tausend Covid-Todesfälle. Viele sterben weder im Altenheim noch auf der Intensivstation. Doch wo dann? Die Suche nach der Antwort ist kompliziert.

          Raketen auf Israel : Das Kalkül der Hamas

          Die Islamisten wollen ihre Position stärken, die harte Reaktion Israels war zu erwarten. Der Westen sollte sich wieder stärker in Nahost engagieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.