https://www.faz.net/-gum-a76vw

Hoch- und Tiefdruckgebiete : Das Wetter kriegt Migrationshintergrund

  • Aktualisiert am

Wanderer auf dem Brocken: Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Bild: dpa

Die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“ haben für 2021 insgesamt 14 Wetterpatenschaften gekauft und die Hochs und Tiefs mit migrantischen Namen versehen. So soll die Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar gemacht werden.

          1 Min.

          Ahmet und Dragica statt Willy und Hermine: Hoch- und Tiefdruckgebiete werden im neuen Jahr häufiger nichtdeutsche Namen tragen. Der Zusammenschluss „Neue deutsche Medienmacher*innen“ hat für 2021 insgesamt 14 Wetterpatenschaften gekauft und die Hochs und Tiefs mit migrantischen Namen versehen. Einer der Namen wurde aber noch nicht bewilligt. Ziel der Kampagne „#Wetterberichtigung“ sei es, die Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen, erklärte die Vorsitzende Ferda Ataman von den Neuen deutschen Medienmachern am Dienstag in Berlin.

          Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Diese Namen werden von Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht und erscheinen damit auf den Wetterkarten von Zeitungen sowie in Wetterberichten in Radio und Fernsehen. Die Preise für eine Patenschaft liegen bei 240 bis 360 Euro. Hochdruckgebiete sind dabei etwas teurer, weil in der Regel langlebiger.

          Die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“ sind ein bundesweiter Zusammenschluss von Journalistinnen und Journalisten mit und ohne Migrationsgeschichte, die sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzen. Laut Statistischem Bundesamt haben rund 26 Prozent aller Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund.

          Finanziert wurde die Wetterkampagne über Spenden. „Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt“, sagte die Vorsitzende Ataman. Wichtig sei, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird. Dabei spielten vor allem Medien eine wichtige Rolle.

          Weitere Themen

          Ein bisschen Winterwunderland

          Wetter in Deutschland : Ein bisschen Winterwunderland

          Tief „Andreas“ sorgt für Niederschläge in Mitteleuropa – und bringt in höheren Lagen den ersten Schnee. In Winterberg ist bereits der Skibetrieb angelaufen. Auch in den kommenden Tagen bleibt es vielerorts winterlich.

          Topmeldungen

          Särge mit Corona-Opfern in Johannesburg, Südafrika

          Omikron-Mutation B.1.1.529 : Im Variantenschock

          Die Delta-Variante macht gerade Europa den Winter zur Hölle. Aber all das könnte von einer neuen drohenden Viruswelle in den Schatten gestellt werden.
          Stellt sich der Kritik: Olaf Scholz am Samstag bei Juso-Bundeskongress in Frankfurt

          Kritik der SPD-Jugend : Muss Olaf Scholz die Jusos fürchten?

          Die Jusos kritisieren den Ampel-Vertrag deutlich. Die Asylpolitik finden sie „scheiße“. Der künftige Kanzler Olaf Scholz hält dagegen: „Wir können was Großes zustande bringen.“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.