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Hitzewelle über Deutschland : Sommer, was bringst du mit?

Yogamainbrücke: Sportliche Übungen bei hessischen 33 Grad bringen selbst luftig bekleidete Menschen ins Schwitzen. Bild: Kien Hoang Le

Bis zu 34 Grad wurden in Berlin, Rheinland-Pfalz und Hessen in dieser Woche gemessen. Wir geben wertvolle Tipps für die heißen Tage – denn schon am Wochenende soll es wieder kälter werden.

          2 Min.

          Sommer in Deutschland. Der diesjährige Hitzerekord ist zwar noch nicht gebrochen worden – richtig heiß ist es am Mittwoch trotzdem in Deutschland gewesen. Bis zu 34 Grad Celsius maßen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der Wert wurde unter anderem in Berlin, Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und Bad Nauheim in Hessen erreicht, wie eine DWD-Sprecherin sagte. Fast genauso heiß war es mit 33 Grad in Frankfurt am Main. Ganz im Süden, in Freiburg im Breisgau, wurde es 31 Grad warm.

          Jennifer Wiebking
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein neuer Hitzerekord für dieses Jahr blieb dennoch aus. Ende Juni war am Oberrhein mit 34,8 Grad der bisherige Höchstwert des Jahres verzeichnet worden. Bereits im April wurden in Bayern und im Berliner Raum über 30 Grad gemessen. Am Freitag könnte das Thermometer erneut auf bis zu 34 Grad steigen, hieß es – die heißen Tage sollen den Prognosen zufolge aber bald wieder vorbei sein. „Am Samstag ist wahrscheinlich das Ende der jetzigen Hitzeperiode erreicht“, sagte ein DWD-Sprecher. Dann dürften die Temperaturen wieder auf 20 bis 25 Grad sinken.

          Zeichen der Jahreszeit

          Auch unabhängig vom Wetterbericht bemerken wir, dass es Sommer wird. Die Klassiker: Aufwachen, weil es plötzlich so flutlichthell ist. – Morgens unbedingt aufstehen wollen, weil es unter der Daunendecke unerträglich heiß ist. – Wie selbstverständlich in die Seidenhose schlüpfen, die wie eine Schlafanzughose aussieht. – Wespen am Frühstückstisch. – Frösche im Gartenteich. – Bei Hitze am thailändischen Restaurant vorbeilaufen und an Bangkok denken. – Holunder–Etwas. – Bretonstreifen. – Über die Schlangen vor den Bubble–Tea–Läden staunen und sich doch nicht dazustellen. – Sich für den Wetterbericht interessieren. – Darf man im Juli Strumpfhosen tragen? – Sich befreiter fühlen, weil die Kinder keine Hausaufgaben machen müssen. – Ausgestorbene Orte. – Straßenschilder, die an vor sich hindösenden Sonntagen wie fehl am Platz aussehen. – Wie Facebook, nur im Café: den Gesprächen am Nebentisch zuhören. – Wie Facebook, nur an amerikanischen Stränden: über die Paare auf der Wedding–Page der „New York Times“ schmunzeln. – Der Plan: selbstgemachtes Eis. Das Ergebnis: gefrorener Orangensaft. – Im Gepäck für den Tagesausflug: Badehose und warmer Pulli, Handtuch und Regenjacke, eine Sonnenbrille. – Mineralwasser? Kokoswasser! – Brennende Haut. – Radiohören im Sommer: der Musik lauschen, die aus den vorbeifahrenden Cabrios herausdröhnt. – Die Klimaanlage als Wissenschaft. – Rückenschmerzen, weil man so lange im Park auf dem Bauch liegend gelesen hat. – Oder zu Hause auf dem Sofa sitzen, draußen scheint die Sonne. Anstatt hinauszugehen, das Sonnenbad an Ort und Stelle genießen. – Birkenstock gegen den Croc. – Unter dem Moskitonetz nicht von Mücken zerstochen werden, aber dafür fast eine Staublunge bekommen. – Keine Angst vor Einbrechern haben und mit offenem Fenster schlafen. – So spät nach Hause kommen, dass man das Flutlicht gleich mitbringt.

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