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Hitzewelle : Städte des Grauens

  • -Aktualisiert am

Frankfurt im Sommer. Städte ohne Pflanzen muten den Menschen starke Hitze zu. Bild: dpa

Städte ohne ausreichend Bepflanzung werden im Sommer unerträglich heiß. Angesichts der häufiger auftretenden Hitzewellen müssen sie dringend neu geplant werden. Was es braucht: mehr Grün und mehr Wasser.

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          Eine der schönsten und schaurigsten Seiten im Internet ist die Facebook-Gruppe „Gärten des Grauens“. Ein Biologe sammelt dafür seit Jahren Fotos von Vorgärten, die mit Platten, Beton oder Kies so versiegelt sind, dass nicht einmal ein Grashalm aus den Ritzen herausschauen kann. Die Bilder, zum Heulen komisch, sind seltsame Dokumente falsch verstandener Ordnungsliebe, die sich überall dort breit macht, wo die Natur zurückgedrängt werden kann.

          Diese Spielform deutscher Tristesse hat mehr als nur anekdotischen ­Charakter, sie hat System. Hier lebt die evolutionär bedingte und christlich be­glaubigte Vorstellung fort, der Mensch müsse sich die Erde untertan machen. In Zeiten des Klimawandels hat das Wort „menschengemacht“ aber einen ganz anderen Beiklang bekommen.

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