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Allein am Wochenende : Sieben neue Temperaturrekorde bei Hitzewelle in Amerika

  • Aktualisiert am

Amerika, New York: Menschen kühlen sich an einem Brunnen. Die Temperatur in der Stadt stieg am Samstag auf über 35 Grad Celsius. Bild: dpa

Ob in Atlantic City oder am Flughafen JFK: Der nationale amerikanische Wetterdienst hat im ganzen Land historische Höchsttemperaturen gemessen. Deutschland wartet unterdessen noch auf die Hitze.

          Bei einer Hitzewelle in Amerika sind am Wochenende mehrere Temperaturrekorde gebrochen worden. Der nationale Wetterdienst teilte mit, an sieben Orten seien historische Höchstwerte gemessen worden, unter anderem in Atlantic City und am New Yorker Flughafen JFK. Viele Messstationen verzeichneten Temperaturen zwischen 38 und über 43 Grad Celsius. Am Montag sollte es abkühlen – wohingegen in Europa eine neue Hitzewelle erwartet wird.

          Die Hitzewelle in Amerika zog sich am Wochenende vom Mittleren Westen bis zur Atlantikküste. Am Samstag galten Hitzewarnungen für Gebiete, in denen 157 Millionen Menschen leben. Am Sonntag waren noch rund 95 Millionen Menschen betroffen. Medienberichten zufolge starben mindestens sechs Menschen an den Folgen der Hitze.

          In New York kam es abermals zu Stromausfällen aufgrund der Hitzewelle. Mindestens 50.000 Menschen waren am Sonntag ohne Stromversorgung, wie die New York Times berichtete. Bereits am 13. Juli hatte das Netz des Stromversorgers Con Edison der Belastung nicht standgehalten, damals waren 73.000 Haushalte in Manhattan betroffen. Diesmal traf es die Stadtteile Brooklyn und Queens. „Es ist der dritte Tag der Hitzewelle, das System schmort gerade“, sagte ein Sprecher des Stromanbieters. Besonders durch die vielfach auf maximaler Leistung laufenden Klimaanlagen kommt es zu einer so hohen Belastung, dass das System der Nachfrage nicht mehr standhält.

          New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo beschwerte sich auf Twitter über die Unzulänglichkeiten des Stromversorgers: „Wir haben diese Situation mit ConEd immer wieder erlebt. Sie hätten besser darauf vorbereitet sein sollen. Punkt.“ Auch rief er dazu auf, sich um ältere Menschen in der Nachbarschaft zu kümmern.

          Die New Yorker Stadtverwaltung richtete 500 öffentlich zugängliche klimatisierte Räume ein, sogenannte Abkühlzentren. Der für Sonntag geplante New York City Triathlon wurde wegen der Hitze abgesagt – zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2001.

          Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio schrieb am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Hitzewelle sei fast vorüber. In der Nacht auf Montag würden die Temperaturen zurückgehen. Er rief die Bewohner der Millionenmetropole auf, weiter ausreichend zu trinken und sich in kühlen Räumen aufzuhalten.

          Der nationale Wetterdienst erklärte, die „gefährliche Hitzewelle“ werde am Montag enden. Dann müsse aber mit heftigen Regenfällen und Gewittern gerechnet werden. Es bestehe die Gefahr von Springfluten.

          Für Anfang dieser Woche sagen Meteorologen für Teile Europas eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von örtlich über 40 Grad voraus. Im Juni waren bereits vielerorts Rekordtemperaturen gemessen worden. In Deutschland verzeichnete der Deutsche Wetterdienst den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren.

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