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Hitzeschild überprüft : Nasa verlängert die „Endeavour“-Mission

  • Aktualisiert am

Harmlos oder lebensgefährlich? Beschädigter Hitzeschild der Endeavour Bild: AFP

Die Nasa hatte eine Verlängerung des „Endeavour“-Flugs zur ISS von vornherein eingeplant. Nun passt es gut, dass man darauf vorbereitet ist. Eine Reparatur des beschädigten Hitzeschildes würde den Zeitplan nicht sprengen.

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          Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission der Raumfähre Endeavour um drei Tage verlängert. Dadurch sollen weitere Arbeiten an der Internationalen Raumstation (ISS) vorgenommen werden können. Wie die Nasa am Sonntag (Ortszeit) mitteilte, wird damit ein vierter Außenbordeinsatz möglich. Dieser könnte auch Reparaturen am Shuttle ermöglichen. Im Kontrollzentrum in Houston im Bundesstaat Texas analysieren Experten derzeit dreidimensionale Aufnahmen des Schadens am Hitzeschild des Fähre.

          Mit Hilfe einer an einem 30 Meter langem Roboterarm montierten hoch auflösenden Kamera und eines Lasers untersuchte die Shuttle-Besatzung am Sonntag drei Stunden lang die Unterseite der Raumfähre. Die Furche in der Kachel des Hitzeschildes ist mit drei mal 2,5 Zentimetern und einer Tiefe von 2,8 Zentimetern kleiner als zunächst befürchtet. Der Schaden am Hitzeschild war beim Start der Raumfähre am vergangenen Mittwoch durch das Abbrechen eines Stück Isolierschaums entstanden. Die Tatsache, dass leichter Isolierschaum die Furche verursacht hatte und kein hartes Stück Eis, wie zunächst befürchtet worden war, sorgte bei der Nasa für Erleichterung.

          Wird Reparatur notwendig?

          Wie Missions-Chef John Shannon sagte, wird nun mit Hilfe einer präzisen Nachbildung in Labortests simuliert, ob die beschädigte Kachel die extreme Hitze und Reibung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre übersteht. Die Tests sollten innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorgenommen werden. Danach würden die Ingenieure entscheiden, ob eine Reparatur des Hitzeschildes im Weltall vorgenommen werden müsse. „Für genau diesen Fall sind wir seit dem Columbia-Unglück wirklich vorbereitet“, sagte Shannon.

          Die Hitzekacheln sind extrem wärmeresistent, aber sehr empfindlich bei Erschütterungen. Dem Hitzeschild wird seit dem Unglück der Raumfähre Columbia im Februar 2003 besondere Bedeutung beigemessen. Die Beschädigung dieser Schutzschicht hatte damals dazu geführt, dass die Fähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Sieben Astronauten starben.

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