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In Deutschland bis 41 Grad : Nächste Hitzewelle könnte „in die Geschichtsbücher eingehen“

  • Aktualisiert am

Die höchsten Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius werden am Donnerstag und Freitag erwartet. Bild: dpa

Vielerorts hat der Sommer in den vergangenen Wochen eine Verschnaufpause eingelegt. Doch nun nimmt er nochmal Anlauf – der historische Hitzerekord von 40,3 Grad könnte wackeln.

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          Nur wenige Wochen nach der Hitzewelle Ende Juni müssen sich die Menschen in Europa abermals auf Temperaturen um die 40 Grad einstellen. Der Juni war in Deutschland und weltweit der wärmste Juni seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen vor rund 140 Jahren. In Deutschland werden in den kommenden Tagen wieder teils sehr hohe Temperaturen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Dienstag bis Donnerstag in weiten Teilen des Landes 32 bis 38 Grad voraus.

          Im Westen und Südwesten kann es laut Prognosen örtlich sogar noch heißer werden, hier sprach der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung der Stufe 2 aus. Am Donnerstag, dem laut Prognosen wohl heißesten Tag der Woche, seien nach derzeitigen Berechnungen im Ruhrgebiet, im Raum Köln, an der Mosel und im Saarland sogar 41 Grad möglich, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich am Montagabend. Im Rhein-Main-Gebiet seien mit erwarteten 40 Grad ebenfalls örtliche Hitzerekorde möglich. Der historische Hitzerekord von 40,3 Grad in Kitzingen könnte wackeln. „Wenn diese Vorhersagen eintreffen, würde diese Hitzewelle in die Geschichtsbücher eingehen“, sagte Friedrich.

          Wegen der anhaltenden Trockenheit verbot der Landkreis Osnabrück die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen bis Ende August. Aufgrund der Dürre seien die Wasserstände bereits „extrem niedrig", teilte das Landratsamt am Montag mit. Auch im Osten gibt es Anlass zur Beunruhigung. Hitze und Trockenheit verschärfen abermals das Risiko von Waldbränden in Sachsen. Für Donnerstag weist die Prognose im Landkreis Meißen und dem nördlichen Teil des Landkreises Bautzen die höchste Alarmstufe 5 sowie in Chemnitz, Dresden und sieben Landkreisen die Alarmstufe 4 aus.

          Im Ausland hatte die Hitze bereits gravierende Folgen gehabt. Die hohen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten der Waldbrände in der Region Castelo Branco. 30 Menschen trugen Verletzungen davon. Am Montag waren die Brände nach Angaben der Feuerwehr „zu 90 Prozent" unter Kontrolle. In Amerika waren am Wochenende Temperaturrekorde gemessen worden. Medienberichten zufolge starben dort mindestens sechs Menschen an den Folgen der Hitze, es kam außerdem zu flächendeckenden Stromausfällen.

          Licht- und Hitzeschutz empfohlen

          Auch wenn Störungen des Stromnetzes in Deutschland nicht zu befürchten sind, bergen die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung auch über die Waldbrandgefahr hinaus gesundheitliche Risiken. Um sich davor zu schützen empfiehlt es sich die die Mittagssonne zwischen 11 Uhr und 15 Uhr zu meiden und insbesondere körperlich anstrengende Aktivitäten in die Morgen- und Abendstunden zu verlagern. Da das beispielsweise im Baugeschäft nicht immer möglich ist, empfiehlt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ihren Beschäftigten ausreichend Wasser zu trinken und Sonnenschutz. Insbesondere mit Verweis auf die Gefahren des weißen Hautkrebs rät die Genossenschaft ihren Mitgliedern zu „langer Kleidung aus geeigneten Materialien, mit Helmen mit Nackenschutz oder UV-Schutzbrillen. Auch  Sonnenschutzmittel mit einem Mindestschutzfaktor von 30 sind ein Muss.“

          Besonders durch die Hitze gefährdet sind außerdem Menschen, deren Kreislauf ohnehin nicht sehr stabil ist, etwa chronisch Kranke, Übergewichtige und Ältere. Babys und Kleinkinder können zudem noch nicht ausreichend schwitzen und sollten daher besonders geschützt werden. Direkter Sonnenstrahlung sollten sie nicht ausgesetzt werden und einen Lichtschutzfaktor von 50plus auflegen.

          Tierschutzexperten raten außerdem zu besonderer Vorsicht bei der Haltung von Haustieren. „Die meisten Heimtiere regulieren ihren Wärmehaushalt über Trinken oder Hecheln“, erklärte Tierschutzexpertin Moira Gerlach am Montag in Bonn: „Deshalb ist jederzeit verfügbares frisches Trinkwasser wichtig. Außerdem braucht das Tier einen kühlen Schattenplatz, an den es sich stets zurückziehen kann. Große Anstrengungen sollten dringend vermieden werden.“ Im schlimmsten Fall drohe der Tod durch einen Hitzschlag.

          Die höchsten Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius werden am Donnerstag und Freitag erwartet. Ab dem Wochenende soll es sich in Deutschland aber wieder deutlich abkühlen, wie der Deutsche Wetterdienst am Montag vorhersagte.

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