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Havarie vor Neuseeland : Teile des Öls erreichen die Küste

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Am vergangenen Mittwoch war das Containerschiff „Rena“ mit 17 Knoten auf ein gut dokumentiertes Riff aufgelaufen Bild: dpa

Fünf Tage nach der Havarie eines Containerschiffes vor Neuseeland sind Teile des Ölteppichs an die Küste angespült worden. Die Arbeiten zum Abpumpen des Öls mussten unterdessen wegen des schlechten Wetters gestoppt werden.

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          Erste Ölplacken von dem havarierten Containerschiff „Rena“ sind an den Strand der neuseeländischen Nordostküste gespült worden. Bei Mount Maunganui, einem beliebten Badevorort der Hafenstadt Tauranga, sei Öl entdeckt worden, berichtete der neuseeländische Rundfunk am Montag. „Wir erwarten mehr Öl an der Küste in den nächsten Tagen“, sagte Verkehrsminister Steven Joyce.

          Ursprünglich hatten die Behörden erst für Mittwoch mit dem Szenario gerechnet. Gesundheitsbehörden brachten an der Küste Warnschilder an mit dem Hinweis, verseuchten Fisch und Meeresfrüchte nicht zu essen. Die neuseeländische Schifffahrtsbehörde MNZ kündigte an, die Strände von Dienstag an bei Ebbe zu reinigen. Die Gewerkschaft der Seeleute berichtete am Montag über bereits bekannte Mängel an dem Frachter.

          Niederschläge behindern Arbeiten am Schiffswrack

          Das 236 Meter lange Schiff droht auseinanderzubrechen und könnte eine große Ölpest verursachen. Aus den Treibstofftanks des Frachters sind laut Joyce etwa 100 Tonnen Schweröl ausgelaufen. Bis zur Hälfte der Menge könnte ins Meer geflossen sein. Der Rest befinde sich im zerstörten Schiffskiel. Umweltschützer retteten ölverschmierte Vögel, indem sie die Tiere abwuschen, berichtete die Zeitung „New Zealand Herald“ online.

          Etwa 100 Tonnen Schweröl sind ausgelaufen und bilden einen riesigen Ölteppich Bilderstrecke

          Der Frachter war am vergangenen Mittwoch rund 22 Kilometer vor der Küste auf ein Riff gelaufen. In der Nacht zum Montag hatten Bergungsmannschaften mit dem Abpumpen des Schweröls aus der „Rena“ begonnen. Wegen schlechten Wetters mussten die Arbeiten jedoch wieder eingestellt werden. Nach Angaben der Schifffahrtsbehörde MNZ wurden bislang nur rund 10 der insgesamt 1700 Tonnen Treibstoff aus den Tanks auf das Spezialschiff „Awanuia“ umgepumpt. Auch in den nächsten Tagen erwarten die Meteorologen heftige Regenfälle. Bei Tauranga könnten bis zu drei Meter hohe Wellen entstehen, berichtete „New Zealand Herald“ und zitierte einen Wetterexperten.

          Reederei weist Vorwürfe über Mängel zurück

          Die Gewerkschaft der Seeleute Maritime Union berichtete am Montag von Mängeln auf der „Rena“, die Behörden bei einer früheren Inspektion des im westafrikanischen Staat Liberia registrierten Schiffes festgestellt hätten. Dabei sollen auch Probleme bei den Seekarten entdeckt worden sein. Die griechische Reederei des Frachters wies die Vorwürfe zurück. „Alle Karten waren an Bord. Das wurde auch von den neuseeländischen Behörden bestätigt“, sagte der Sprecher der Reederei Costamare Inc., Patrick Adamson, in Athen. Andere Probleme habe es nicht gegeben, hieß es.

          Neben dem Treibstoff befinden sich nach neuen Erkenntnissen auch noch 200 Tonnen Diesel an Bord des Containerschiffes. Das Abpumpen des Treibstoffs soll bis zu 40 Stunden dauern. Die „Rena“ ist nach Auskunft des deutschen Reederverbandes 1990 in Kiel gebaut worden und damit erst 21 Jahre alt - statt 32, wie zuvor angegeben. Das Schiff war an dem Astrolabe-Riff auf Grund gelaufen. Das Unglücksgebiet vor der Plenty-Bucht ist ein Paradies für Seevögel, Delfine sowie Wale und wegen der Natur und der Badestrände auch bei Touristen sehr beliebt.

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