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Harald Wohlfahrt : Der Mann für die ganze Bandbreite

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Mit Finesse, Präzision und Einfallsreichtum: Harald Wohlfahrt
          1 Min.

          Mit jedem Jahr, in dem Harald Wohlfahrt ("Schwarzwaldstube" im Hotel Traube-Tonbach, Baiersbronn) konsequent und hochkonzentriert seine Arbeit tut, wird der Neunundvierzigjährige als Primus inter pares unumstrittener.

          Obwohl er seine Heimat nie für längere Studienzeiten bei berühmten Köchen verlassen hat (wie heute für zukünftige Spitzenköche normal), wurde sein überragendes Talent schnell deutlich. 1980 übernahm er den Chefposten der "Schwarzwaldstube" (die unter Wolfgang Staudenmaier zwei Sterne hatte) in dem großen Ferienhotel in Deutschlands "Gourmet-Dorf Nr. 1" und erhielt 1992 den dritten Stern.

          Heute ist Wohlfahrt der international am höchsten eingeschätzte deutsche Koch und hat im eigenen Land die Vorbild-Rolle von Eckart Witzigmann übernommen. Viele Spitzenköche haben seine Schule durchlaufen, unter ihnen Sterneköche wie Christian Bau, Thomas Bühner, Jörg Sackmann, Klaus Erfort oder Christian Scharrer (der "Koch des Jahres" im "Gault Millau").

          Von ungebrochenem Drang nach Perfektion getrieben

          Persönlich ruhig und zurückhaltend, ist Wohlfahrt in seinem Fach von ungebrochenem Drang nach Perfektion getrieben und verfolgt intensiv die Arbeit der Spitzenköche in aller Welt. Vor allem aber ist Wohlfahrt ein Koch, der die gesamte Bandbreite der Küchenformen beherrscht.

          Ob meisterlich klassisch gearbeitetes Wildgeflügel oder ein getrüffelter Ochsenschwanz mit Kartoffelpüree, ob Jakobsmuscheln mit Pfifferlingen auf Thai-Currysauce oder seine in ihrer Finesse, Präzision und Einfallsreichtum schon legendären vierfachen AmuseBouche-Kreationen: Die Kombination aus handwerklichem Vermögen und Kreativität, aus geschmacklicher Finesse und Leichtigkeit repräsentiert eine international verstandene zeitgenössische Küche.

          Zu den angenehmsten Seiten Wohlfahrts für Gourmets zählen seine immer wieder neuen Kreativ-Schübe. Auch nach 25 Jahren in der "Schwarzwaldstube" weht hier ein frischer Wind.

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