Hagelabwehr :
Die Wettermacher

Von Julia Roebke
Lesezeit: 5 Min.
Wieder gut gelandet: die Hagelflieger Georg Vogl (links) und Konrad Kneschaurek
Wenn sich am Horizont ein Gewitter zusammenbraut, steigen Piloten aus Oberbayern in die Flugzeuge. Ihr Ziel: die Wolken mit Silberjodid impfen und aus großen Hagelkörnern viele kleine machen.

Es ist heiß an diesem Nachmittag auf dem kleinen Flugplatz Vogtareuth, schwülheiß und eigentlich so richtiges Badewetter. Georg Vogl sitzt im Schatten einer Tragfläche auf dem Gras und blinzelt in Richtung Osten. „Man sieht schon den ersten Pilz“, sagt er. „Da entwickelt sich was.“ Der 49 Jahre alte Vogl spricht von Wolken, die am Horizont in Form eines Pilzes in die Höhe steigen, einem entstehenden Gewitter, das Hagel mit sich bringen kann. Das sind Alarmsignale für den Piloten der Rosenheimer Hagelabwehr, einer mit zwei Maschinen ausgestatteten Fliegerstaffel, die Hagelschlag und die damit verbundenen Schäden in der Region verhindern soll.

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