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Mehr Tiere, mehr Geld : Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

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Hinreißend: Die San-Quintin-Kängururatte ist wieder da. Bild: San Diego Natural History Museum

Zwei Tierarten geben den Forschern Anlass zur Freude, und eine hippe Lösung für die alten Kaugummis auf der Straße ist auch gefunden – erfreuliche Meldungen, die in dieser Woche zu kurz gekommen sind.

          Die vergangene Woche war voller positiver Meldungen – aber oft übersieht man sie in der Informationsflut. Wir befördern die guten Nachrichten wieder ans Tageslicht und fassen zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

          Die Deutschen im Glück

          Die Deutschen liegen in punkto Wohlbefinden über dem europäischen Durchschnitt: Bei einer Umfrage der EU-Kommission zur Gerechtigkeit bei Bildung, Beschäftigung zu Gesundheit bezeichneten sich ganze 90 Prozent als glücklich. In den anderen EU-Ländern waren es im Schnitt 83 Prozent. 70 Prozent der Befragten in Deutschland gaben außerdem an, es gehe hierzulande gerecht zu: Sie hätten die gleichen Möglichkeiten wie jeder andere, im Leben voranzukommen

          Mehr als doppelt so viele Gorillas wie gedacht

          In Sachen Artenvielfalt hatten Forscher in dieser Woche eine besonders gute Nachricht zu verkünden. Die Zahl der in Zentralafrika lebenden Gorillas ist doppelt so hoch wie angenommen. Es gebe zudem deutlich mehr Schimpansen als von den Forschern geschätzt. Im westlichen Äquatorialafrika leben nach Zählungen rund 360.000 Gorillas und gut 130.000 Schimpansen – bisher ging man von rund 110.000 Gorillas und 120.000 Schimpansen aus. Die Studie der Wildlife Conservation Society in New York wurde im  Fachmagazin „Science Advance“ veröffentlicht.

          Verwendung für die Kaugummi-Flut

          Eigentlich war es nie eine gute Nachricht, wenn man Kaugummi an seinem Schuh vorfand. Ein Bekleidungsunternehmen mit Sitz in Amsterdam ändert das jetzt: Die Firma hat einen Schuh entwickelt, der aus benutzten Kaugummis besteht. Dafür werden die Kaugummis von der Straße gekratzt, zu Granulat verarbeitet und dann in die Sohle geschmolzen. Für vier Paar der Sneakers braucht die Firma etwa ein Kilo Kaugummi – das dürfte sich auf einem durchschnittlichem Marktplatz locker zusammenfinden. Bald werden die Schuhe in drei Farben angeboten, darunter, natürlich: „Bubblegum Pink“.

          Griechenland bald wieder „normales Land“ in der Währungsunion

          Das Bangen um Griechenland hat in absehbarer Zeit ein Ende. Wie FAZ.NET berichtete, läuft im August diesen Jahres das Hilfspaket für Griechenland aus – und eine neue Ära beginnt. Am Donnerstag stellte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker der Regierung in Athen in Aussicht, bald wieder als „normales Land“ Teil der Währungsunion sein zu können. Werden die letzten Reformen planmäßig umgesetzt, kann nach Angaben Junckers wieder ein Stück Normalität in das wirtschaftlich angeschlagene Land zurückkehren. Griechenlands Präsident Alexis Tsipras zeigt sich zuversichtlich.

          Erstmals Statue einer Frau am Parliament Square

          Nach zweihundert Jahren und elf lebensgroßen Abbildern von Männern ist erstmals eine Frau mit einer Statue am Parliament Square bedacht worden. Neben elf männlichen Figuren, die zum größten Teil Herren mittleren Alters und aristokratischer Herkunft darstellen, steht nun die Bronzestatue der Frauenrechtlerin und Suffragette Millicent Fawcett. Wie die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete, wurde die lebensgroße Bronze Fawcetts am Dienstag im Beisein von Premierministerin Theresa May und Bürgermeister Sadiq Khan enthüllt. Ihr Denkmal wurde anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des eingeschränkten Wahlrechts für englische Frauen errichtet, welches die Suffragetten erkämpft hatten. Fawcett war eine der wenigen unter ihnen, die sich ausschließlich friedlich für die Rechte von Frauen eingesetzt hatte.

          Kleine Kängururatte hat überlebt

          Wie das Naturwissenschaftsmagazin Spektrum in dieser Woche berichtete, ist die San-Quintin-Kängururatte doch nicht ausgestorben. Der flauschige Nager wurde mehr als dreißig Jahre lang nicht mehr gesehen – die Internationale Naturschutzorganisation IUCN listete das Tier als „wahrscheinlich ausgestorben“. In seiner Heimat, der mexikanischen Baja California, hatten Erdbeerplantagen und Tomatenfelder den natürlichen Lebensraum der Ratte immer weiter verdrängt und die San-Quintin-Kängururatte ausgerottet – jedoch nicht ganz, wie sich nun herausstellte. Forscher des San Diego Natural History Museum konnten insgesamt vier lebende Kängururatte dieser Art fangen und nachweisen, dass sie entgegen aller Erwartungen überlebt hat. Eine hoffnungsvolle Botschaft in Sachen Artenvielfalt.

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