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Gurkenlaster-Unfall : Barmherzigkeit für Küblböck

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Will ins Kloster: Verkehrssünderlein Küblböck Bild: REUTERS

Die Franziskaner wollten ihn nicht, die Prämonstratenser waren barmherzig. Daniel Küblböck kann sich nicht einfach aussuchen, wo er acht Stunden Sozialarbeit ableisten will.

          Der wegen seines Gurkenlaster-Unfalls zu sozialer Arbeit im Kloster verurteilte Sänger Daniel Küblböck wird von den Franziskaner-Mönchen nicht mit offenen Armen empfangen. In seiner Heimatstadt Eggenfelden steht der 18jährige nach einem Bericht der Münchner „Abendzeitung“ (Freitagausgabe) vor verschlossenen Pforten. „Wir wünschen uns hier kein öffentliches Tamtam“, sagte ein Klosterbruder der Zeitung.

          „Der Konvent hat das einstimmig abgelehnt. So ein Auflauf würde die Ruhe hier stören.“ Klösterliches Asyl findet der Verkehrssünder nun bei der Ordensgemeinschaft der Prämonstratenser in der Abtei Windberg im niederbayerischen Landkreis Straubing, wo man sich des 18jährigen erbarmen will: „Wir bieten Daniel gerne unsere Hilfe an“, sagte der Leiter der Bildungsstätte der Abtei, Pater Patrick.

          Einfache Hausmeistertätigkeiten

          Dem Orden liege bereits eine Anfrage von Küblböcks Anwalt vor. „Möglichkeiten Sinnvolles zu tun, gibt es hier genug“, betonte der Ordensmann. So könnte der Sänger mit Jugendlichen arbeiten oder „einfache Hausmeistertätigkeiten erledigen“.

          Küblböck war am Mittwoch vom Amtsgericht Eggenfelden wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein zu 25.000 Euro Geldstrafe und acht Stunden Sozialarbeit verurteilt worden. Mit Sozialarbeit hat der Fernsehstar bereits Erfahrung. Als 14jähriger ließ er eine CD „mitgehen“ und mußte 16 Sozialstunden abarbeiten.

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