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Naturschutz : Australien sagt 700 Millionen Dollar für Rettung des Great Barrier Reef zu

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Das Great Barrier Reef: Die australische Regierung stockt ihr Umwelt-Paket auf, um es zu retten. Bild: AP

Mit dem Geld sollen Technologien entwickelt werden, um das Riff besser zu schützen. Wie Ministerpräsident Scott Morrison erklärte, wolle man sich so unter anderem für die Verbesserung der Wasserqualität einsetzen.

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          Die australische Regierung will zusätzlich eine Milliarde Australische Dollar (620 Millionen Euro bzw. 700 Millionen US-Dollar) in den Schutz des Great Barrier Reef investieren. Der Großteil des Geldes solle in den kommenden neun Jahren für die Verbesserung der Wasser­qualität am Riff ausgegeben werden, kündigte Premier­minister Scott Morrison am Freitag bei einem Besuch im Bundesstaat Queensland an. Schädliche Abwässer aus der Landwirtschaft sollen nicht länger das Riff verschmutzen.

          Laut Morrison wird das Geld zusätzlich zu den zwei Milliarden Australischen Dollar bereitgestellt, die schon für den Erhalt des größten Korallenriff­systems der Welt eingeplant wurden. Mit den Inves­ti­tionen sollten in dem Bundesstaat auch die 64.000 Arbeitsplätze gesichert werden, die laut Regierungs­angaben vom Great Barrier Reef ab­hingen.

          Kritiker sehen die Zusage im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen, die spätestens im Mai ab­gehalten werden müssen. In Queensland liegen einige potentiell entscheidende Wahlkreise. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, ob es nicht wichtiger sei, dass Australien sich am­­bitioniertere Klimaschutzziele set­ze.

          Das Riff hat vor allem wegen hoher Meerestemperaturen einen großen Teil seiner Korallen verloren. Im vergangenen Jahr hätte die UNESCO das Riff deshalb fast als gefährdetes Weltnaturerbe eingestuft. Nach intensiver Lobbyarbeit Canberras verschob das UN-Gremi­um die Abstimmung jedoch. Die Re­gierung muss der UNESCO in den kommenden Tagen einen Bericht über den Zustand des Riffs und die Pläne für dessen Schutz übergeben.

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