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Gießen : Früherer Büroleiter von Tom Koenigs wegen Missbrauchs verurteilt

  • Aktualisiert am

Auf der Anklagebank: Hans-Bernd K. Bild: dpa

Der frühere Büroleiter des Grünen-Politikers Tom Koenigs ist wegen Kindesmissbrauchs zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er wird beschuldigt, sich in 40 Fällen an zwei Kindern vergangen zu haben.

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          Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ist ein früherer Mitarbeiter des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach den 62 Jahre alten Hans-Bernd K. am Montag schuldig, sich in 40 Fällen an zwei Nachbarskindern vergangen zu haben. Zu den Übergriffen kam es laut Gericht zwischen 2008 und 2009 in Gießen. Der Angeklagte bestritt die Taten.

          Hans-Bernd K. habe das Vertrauen der Kinder und deren Eltern „massiv missbraucht“, sagte der Vorsitzende Richter. Demnach hatte sich der Mann um die Mädchen gekümmert, die damals im Grundschulalter waren. Er habe sie von der Schule abgeholt und mit ihnen gespielt. Aus dem Spiel heraus sei es dann zu den Übergriffen gekommen. „Den Kindern war gar nicht bewusst, dass sie missbraucht werden“, sagte der Richter. Zugunsten des Angeklagten wertete das Gericht, dass dieser keine Gewalt angewendet habe.

          Zu Beginn des Prozesses im vergangenen März waren noch mehr als 100 Fälle angeklagt gewesen. Zudem sollten vier Kinder Opfern geworden sein. Im Verlauf der 25 Verhandlungstage fielen aber mehrere Vorwürfe weg, unter anderem, weil der Tatzeitraum eingegrenzt wurde. Von der Schuld des Angeklagten in den übrigen Fällen war das Gericht jedoch überzeugt – es blieben „keine vernünftigen Zweifel“.

          Während der Urteilsverkündung schüttelte der Zweiundsechzigjährige immer wieder den Kopf. Verurteilt wurde er außerdem, weil er mit Kindern unter anderem pornografische Filme geschaut und im vergangenen Jahr Minderjährigen Joints überlassen hatte.

          Der Fall war im Oktober 2013 ins Rollen gekommen. Koenigs hatte damals einen anonymen Brief mit Vorwürfen gegen seinen damaligen Mitarbeiter bekommen und der Polizei übergeben. Zudem erstatteten Eltern Anzeige.

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