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Gesunkenes Kriegsschiff : Jahrhundertealte Schiffswracks in Schweden entdeckt

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Ein Taucher ist auf dem Weg zum Schiffswrack, um den Fund zu dokumentieren und Holzproben zu nehmen. Bild: AFP

Vor der schwedischen Stadt Vaxholm sind zwei jahrhundertealte, gesunkene Schiffe entdeckt worden. Mindestens eines davon könnte ein Schwesternschiff des bekannten Kriegsschiffs „Vasa“ sein.

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          Vor der schwedischen Küste sind zwei jahrhundertealte Schiffswracks entdeckt worden. Mindestens eines könnte ein „Schwesterschiff“ des bekannten schwedischen Kriegsschiffes „Vasa“ sein, das im 17. Jahrhundert bei seiner Jungfernfahrt gesunken war, wie das Schwedische Museum für Schiffswracks am Freitag mitteilte. Die Überreste der beiden Schiffe seien vor der Stadt Vaxholm im Stockholmer Schärengebiet gefunden worden. Trotz ihres Alters seien sie in einem guten Zustand.

          Die nach einem schwedischen König benannte „Vasa“ mit 64 Kanonen an Bord sollte einst zum Aushängeschild des schwedischen Militärs werden. Sie sank jedoch 1628, nachdem sie gerade einmal etwa 1000 Meter auf See unterwegs war. Das Wrack des Schiffs wurde 1961 geborgen und ist derzeit im Vasa-Museum in Stockholm zu sehen, das bei Touristen äußerst beliebt ist.

          Der Schiffsbauer hatte damals neben der „Vasa“ noch drei weitere Schiffe bauen lassen: „Applet“, „Kronan“ und „Scepter“. Sie alle waren für die schwedische Marine in Seeschlachten im Einsatz. Es sei möglich, dass sie in der Gegend, wo nun die Wracks gefunden wurden, gesunken seien, sagte der Meeresarchäologe Patrik Hoglund.

          Bruchstücke des Schiffswracks vor der schwedischen Stadt Vaxholm: Handelt es sich um ein Schwesternschiff der „Vasa“?

          Die drei Schiffe sollen absichtlich versenkt worden sein, nachdem sie außer Dienst genommen worden waren. Ihre Wracks sollten demnach sich nähernde feindliche Schiffe unter der Wasseroberfläche beschädigen. Holzproben sollen nun klären, ob es sich bei den Wracks um Schwesterschiffe der „Vasa“ handelt.

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