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: Zugvögel schleppen Vogelgrippe ein

  • Aktualisiert am

Zugvögel lassen sich nicht kontrollieren Bild: picture-alliance / dpa

Zugvögel aus Indien konfrontieren China erneut mit dem Problem der Vogelgrippe. Diesmal reagieren die Behörden aber schneller und umfassender, um eine Katastrophe zu vermeiden.

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          Nach der Entdeckung der Vogelgrippe bei Zugvögeln hat Chinas Regierung am Sonntag Alarm geschlagen. Impfstoff für drei Millionen Tiere wurde in der betreffenden Provinz Qinghai bereitgestellt.

          Das Landwirtschaftsministerium in Peking rief zu Sofortmaßnahmen auf, um eine Ausbreitung zu verhindern. Zuvor hatten Wissenschaftler bestätigt, daß Zugvögel in einem Dorf im Kreis Gangcha in Qinghai an dem Vogelgrippe-Virus H5N1 verendet seien.

          Einige der Vögel stammten aus Südostasien, wo ein anderer Virusstamm als bislang in China aufgetreten sei. Er sei gefährlicher und könne ein Gen für die Übertragung auf Menschen enthalten, warnte das Ministerium.

          Zugvögel kommen aus Indien

          Nach Presseberichten sind Anfang Mai 178 Wildgänse im Naturreservat am Qinghai-See tot gefunden und untersucht worden. Die Tiere fliegen gewöhnlich im Frühjahr von Indien, wo sie überwintern, über den Himalaja nach China und brüten im Mai und Juni in dieser Region.

          Das H5N1-Virus war sehr spät in Proben aus Südindien aus dem Jahr 2002 entdeckt worden. Das hatte gerade in diesem Monat zu Klagen geführt: Indien nehme die Vogelgrippe nicht ernst genug, hieß es. Ähnliche Kritik hatte auch China beim Ausbruch der Vogelgrippe im eigenen Land vor einem Jahr hinnehmen müssen.

          China reagiert schneller

          Diesmal reagierte die Regierung aber schnell. Veterinär-, Forst- und Landwirtschaftsbehörden sollen Zugvögel beobachten, Vorbeuge- und Quarantänemaßnahmen ergreifen.

          Naturreservate mit Zugvögeln werden gesperrt, und "der Kontakt mit Geflügel" soll vermieden werden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Auch wurde zu Desinfektionen aufgerufen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

          Geflügel auf Farmen in der Nähe von Zugvögelrouten muß geimpft werden. In der Provinz Qinghai wurden Quarantänemaßnahmen ergriffen und Vogelgebiete gesperrt.

          Mutationen stärken das Virus

          Fachleute warnen schon länger davor, daß Zugvögel häufig Überträger eines Virus in einer weniger ansteckenden Form sein können und selbst keine Symptome zeigen, aber über Kontakt mit Zuchtgeflügel schon früher die Ursache für die Ausbreitung von Krankheiten waren.

          Es gab nach offiziellen Angaben aber keine Berichte, daß sich das Virus in China schon auf Menschen oder Geflügel übertragen habe. In den vergangenen drei Jahren ist das Virus H5N1 in acht Ländern aufgetreten. Mindestens 52 Menschen sind daran gestorben.

          Erst am Donnerstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor gewarnt, daß das Virus durch Mutationen verstärkt in der Lage sein könnte, sogar von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Bislang gibt es dafür drei bestätigte Fälle. In den übrigen Fällen wurde der Krankheitserreger von Tieren auf Menschen übertragen.

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