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Neuer UN-Bericht : Zahl der mit HIV Infizierten geht weiter leicht zurück

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Der Kampf gegen Aids wird an vielen Fronten geführt – hier 2013 an einem Strand in Indien. Bild: AFP

Rund 770.000 Menschen starben 2018 an Erkrankungen im Zusammenhang mit Aids – ein Rückgang von 33 Prozent gegenüber 2010. Die größten Fortschritte beim Kampf gegen HIV verzeichnen die am schwersten betroffenen Regionen.

          Im vergangenen Jahr haben sich 1,7 Millionen Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert, was einem Rückgang um 16 Prozent seit dem Jahr 2010 entspricht. Vor neun Jahren waren es noch 2,1 Millionen gewesen. Rund 770.000 Menschen starben 2018 an Erkrankungen im Zusammenhang mit Aids, ein Rückgang von 33 Prozent gegenüber 2010 (1,2 Millionen). Das geht aus einem neuen Bericht zu HIV und Aids hervor, den das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UN-Aids) am Dienstag in Genf vorgelegt hat. Mehr als die Hälfte der Menschen, die sich 2018 mit HIV infizierten, gehört demnach einer der Hauptbetroffenen-Gruppen an: Dazu zählen Personen, die Rauschgift injizieren, Männer, die Sex mit Männern haben, Transgender, Sexarbeiter und Gefängnisinsassen sowie ihre jeweiligen Partner.

          Ihr Anteil an Infektionen mit dem Aids-Erreger liegt in Osteuropa, Zentralasien, dem Mittleren Osten und Nordafrika sogar bei rund 95 Prozent. Sie haben auch  die größten Probleme, eine adäquate Behandlung zu bekommen. Nur etwa die Hälfte der Hauptbetroffenen wird mit antiretroviralen Medikamenten therapiert, insgesamt erhalten inzwischen mehr als 60 Prozent die lebenswichtigen Medikamente – 23,3 Millionen der 37,9 Millionen HIV-Infizierten auf der Welt.

          Die größten Fortschritte beim Kampf gegen HIV und Aids verzeichneten die Regionen, die am schwersten von der Infektionskrankheit betroffen sind: das östliche und südliche Afrika mit insgesamt 20,6Millionen Infizierten. In Südafrika sei die Zahl der Neuinfektionen und die der Aidstoten aber seit 2010 jeweils um 40 Prozent zurückgegangen, während sich zum Beispiel in Osteuropa und Zentralasien im selben Zeitraum fast 30Prozent mehr Menschen mit HIV angesteckt haben. Damit stieg die Zahl der Infizierten in der genannten Region – mit Russland, der Ukraine und einem Dutzend anderer Länder – auf 1,7Millionen Menschen. Nach UN-Aids-Schätzung lebten 2018 eine Million mehr Menschen mit HIV als noch im Jahr zuvor.

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