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Interview zu Mobbing : „Es gibt keinen sicheren Hafen mehr“

Über das Smartphone sind auch viele Kinder immer erreichbar Bild: dpa

Früher wurden Mobbing-Opfer wenigstens zu Hause in Ruhe gelassen. Heute geht es in der Schule los – und über Whatsapp weiter. Ein Interview mit Erziehungswissenschaftler Sebastian Wachs über das Leiden, das immer größer wird.

          2 Min.

          Her Sachs, Sie forschen am Lehrstuhl für Erziehungs- und Sozialisationstheorie der Universität Potsdam unter anderem über die Cyber-Sozialisation von Jugendlichen. Wird Mobbing durch das Internet zunehmend schlimmer?

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Es ist vor allem präsenter. Für Kinder macht es keinen Unterschied, ob sie „offline“, auf dem Schulhof, oder „online“, in sozialen Netzwerken, gemobbt werden. Sie empfinden es gleichermaßen als verletzend, da sie die Online-Welt ebenso als „real“ wahrnehmen. Früher hat man die Opfer wenigstens zu Hause in Ruhe gelassen. Das gibt es heute nicht mehr, der sichere Hafen fällt weg. Das Leiden wird größer.

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