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Schlecht geschlafen? : Wie man ständige Albträume bekämpft

  • -Aktualisiert am

Albträume plagen jeden mal und können das Wohlbefinden am Tag schwer beeinträchtigen. Doch selbst Kinder können lernen, wie man sie los wird. Bild: dpa

Albträume plagen jeden mal und können das Wohlbefinden am Tag schwer beeinträchtigen. Aber man kann lernen, wie man sie los wird. Das klappt auch bei Kindern.

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          Eines Nachts wachte der französische Schlafforscher Alfred Maury auf. Er hatte von der Französischen Revolution geträumt, die Handlung war lang und verworren, und er selbst war zum Tod durch die Guillotine verurteilt. Just in dem Moment, in dem das Messer sein Genick traf, schreckte Maury hoch. Er hatte bäuchlings geschlafen, ein Teil des Bettgestells war ihm aufs Genick gefallen. Das Erlebnis machte ihn stutzig. Dieser Albtraum, der ja logisch aufeinander aufbaute, müsse erst in dem kurzen Moment des Aufwachens entstanden sein, schlussfolgerte er.

          Heute, anderthalb Jahrhunderte später, können Schlafforscher Maurys Erlebnis noch immer nicht vollständig erklären. Äußere Reize werden in Träume und auch in Albträume verwoben, so viel steht fest, aber sie dauern eindeutig länger als einen kurzen Moment, manchmal zehn, zwanzig oder auch dreißig Minuten, meint Michael Schredl, Psychologe am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, in dessen Buch zum Thema auch Maurys Erfahrung Erwähnung findet. Inzwischen wissen er und andere Schlafforscher jedoch, was regelmäßigen Albträumern gegen das nächtliche Kopfkino hilft: Visualisierungsübungen. Bei dieser Methode, die amerikanische Wissenschaftler in den 1990er Jahren entwickelt haben und die Fachleute als „Imagery Rehearsal Therapy“ bezeichnen, schreiben Albtraumgeplagte das Drehbuch ihrer Träume gewissermaßen um.

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