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WHO-Bericht : Zahl der Masernfälle weltweit um 300 Prozent gestiegen

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In einem Gesundheitszentrum im Süden Madagaskars wird ein Kind gegen Masern geimpft. In dem Land gibt es besonders viele Masernfälle. Bild: dpa

Im ersten Quartal ist die Zahl der Masernfälle drastisch gestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, dass unter den Todesfällen infolge der Infektionskrankheit besonders viele Kinder seien.

          Die Anzahl der Masernfälle ist nach Angaben der Vereinten Nationen im Jahr 2019 weltweit drastisch gestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilte mit, dass nach vorläufigen Daten zwischen Januar und Mitte April dieses Jahres 112.000 Fälle der schweren Infektionskrankheit in 170 Ländern erfasst worden seien. Das bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 300 Prozent. Im ersten Quartal 2018 seien 28.000 Fälle in 163 Staaten registriert worden, hieß es am Montag in Genf. Die Zahlen dürften noch steigen, wenn Nachmeldungen kommen. Zudem geht die WHO von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

          Als Grund für die Ausbreitung der hochansteckenden und mitunter lebensgefährlichen Krankheit nennt die WHO einen geringen Impfschutz. Besonders in abgelegenen Gebieten oder in Konfliktregionen seien Impfungen nur schwer möglich. Besonders stark breiten sich die Masern laut WHO derzeit in folgenden Ländern aus: Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Madagaskar, Myanmar, Philippinen, Sudan, Thailand und Ukraine. Unter den Toten infolge von Masern seien viele Kinder.

          Als weiteren Grund für den mangelhaften Impfschutz gab die WHO fehlendes Vertrauen in die Immunisierung an. Dieser Vertrauensschwund sei auch durch gezielte Desinformation verursacht, erklärte die WHO. Den Angaben zufolge starben 2017 rund 110.000 Menschen an den Masern, die durch Viren übertragen werden. Es kommt zu hohem Fieber, Schnupfen, Husten sowie Hautausschlag. Die Masern greifen das Immunsystem an. Die Erkrankten sind auch anfälliger für andere Krankheiten.

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