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WHO-Studie : Immer weniger Deutsche bewegen sich ausreichend

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Etwa 42 Prozent der Deutschen bewegen sich zu wenig. Bild: dpa

Werden die Deutschen immer träger? Schon fast die Hälfte bewegt sich bereits zu wenig, die Weltgesundheitsorganisation rüffelt Deutschland. Ein Trost bleibt.

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          Mehr als 1,4 Milliarden Menschen weltweit bewegen sich einer Studie zufolge zu wenig und riskieren damit Krankheiten. Mangelnde körperliche Aktivität sei ein „führender Risikofaktor“ für Krankheiten wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs, heißt es in der am Mittwoch im Fachblatt „The Lancet Global Health Journal“ veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

          Rund ein Drittel aller Frauen und ein Viertel aller Männer weltweit bewege sich zu wenig, heißt es in der Studie. In wohlhabenden Ländern sei diese Entwicklung deutlich stärker zu beobachten als in Entwicklungsländern. In reicheren Ländern werde mehr Zeit drinnen verbracht, die Menschen säßen länger am Arbeitsplatz und hätten eher Zugang zu kalorienreichem Essen.

          Dies betrifft laut der Studie auch die Deutschen: Demnach bewegten sich 42,2 Prozent der Menschen hierzulande im Jahr 2016 nicht ausreichend. Unter den vergleichbaren Staaten sind nur die Portugiesen, Neuseeländer und Zyprioten fauler. Deutschland gehöre zu den wenigen Staaten, in denen der Anstieg des Bewegungsmangels zwischen 2001 und 2016 mehr als 15 Prozent betrug.

          Die WHO empfiehlt, dass jeder Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten Sport mit „moderater Intensität“ wie Schwimmen oder Radfahren oder 75 Minuten mit „kräftiger Intensität“ wie Joggen oder Teamsport treibt.

          Zu wenig Bewegung: In reicheren Ländern werde laut WHO mehr Zeit drinnen verbracht, die Menschen säßen länger am Arbeitsplatz und hätten eher Zugang zu kalorienreichem Essen.
          Zu wenig Bewegung: In reicheren Ländern werde laut WHO mehr Zeit drinnen verbracht, die Menschen säßen länger am Arbeitsplatz und hätten eher Zugang zu kalorienreichem Essen. : Bild: dpa

          Zwischen 2001 und 2016 hat sich laut der Studie aber weltweit gesehen der Anteil der körperlich aktiven Menschen kaum verändert. „Wenn sich die aktuellen Trends nicht verändern, wird das Aktivitätsziel bis 2025 nicht erreicht“, heißt es daher in der Studie. Für die Studie wurde im Jahr 2016 die körperliche Aktivität von 1,9 Millionen Menschen in 168 Ländern untersucht.

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