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Unkrautbekämpfungsmittel : WHO stuft Glyphosat als potentiell krebserregend ein

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Nicht nur für Unkraut gefährlich: Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat können laut einer Studie der WHO potentiell krebserregend sein. Bild: Reuters

Die WHO kommt in mehreren Studien zu dem Schluss, dass das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat das Krebsrisiko erhöht. Umweltorganisationen fordern Konsequenzen.

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          Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) hat das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Behörde hatte mehrere Studien zu dem Mittel ausgewertet. Umweltorganisationen forderten umgehend, in Deutschland Konsequenzen aus dem Bericht zu ziehen. „Alle Anwendungen, bei denen es sehr wahrscheinlich ist, dass Menschen mit Glyphosat in direkten Kontakt kommen, müssen umgehend ausgesetzt werden“, erklärte die Agrarexpertin von Greenpeace Deutschland, Christiane Huxdorff. Ähnlich reagierte der Naturschutzbund Deutschland.

          Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hatte in seiner jüngsten Bewertung bekräftigt, dass bei richtiger Anwendung kein erhöhtes Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten ist. Es kündigte jedoch an, den neuesten WHO-Bericht zu prüfen.

          Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Nach Angaben des Naturschutzbundes werden etwa 700.000 Tonnen davon pro Jahr versprüht. In Deutschland werden 6.000 Tonnen ausgebracht, wobei rund 39 Prozent aller Ackerflächen behandelt werden. Auch im Hobbygarten und auf öffentlichen Wegen wird das Gift häufig gespritzt.

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