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Weltbevölkerung wächst weiter : 7.674. 575.000 Menschen leben auf der Erde

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Kinder in einer Grundschule in Malawi beim Besuch der amerikanischen First Lady, Melania Trump. Bild: AFP

In jeder Sekunde wächst die Weltbevölkerung um 2,6 Menschen. Besonders schnell ist das Wachstum in Afrika. Hauptursache sind ungewollte Geburten.

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          Die Weltbevölkerung ist im Jahr 2018 in etwa um die Einwohnerzahl Deutschlands gewachsen. In der Nacht zum 1. Januar 2019 werden voraussichtlich rund 83 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor auf der Erde leben, nämlich 7.674.575.000. Das gab die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahresende 2018 bekannt.

          Jede Sekunde kommen durchschnittlich 2,6 Menschen hinzu. Diese Zahl ergibt sich, wenn man die Todesfälle von der Anzahl der Geburten abzieht. Wäre die Welt ein Dorf mit 100 Einwohnern, wären davon 59 aus Asien, 17 aus Afrika, zehn aus Europa, acht aus Lateinamerika, fünf aus Nordamerika und einer aus Ozeanien.

          In Afrika wächst die Bevölkerung besonders schnell. Bis 2050 wird sich die Anzahl der Afrikaner von derzeit 1,3 Milliarden laut Schätzungen der Vereinten Nationen auf 2,5 Milliarden fast verdoppeln. Bis 2100 wird die Bevölkerung Afrikas voraussichtlich um weitere zwei Milliarden auf rund 4,5 Milliarden Menschen wachsen. „Eine Hauptursache des Bevölkerungswachstums in Afrika südlich der Sahara ist die hohe Zahl ungewollter Geburten. Denn dort kann jede zweite Frau nicht verhüten, obwohl sie das möchte. Das hat zur Folge, dass Frauen dort im Durchschnitt ein Kind mehr bekommen, als sie sich wünschen“, sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. „Das liegt vor allem daran, dass es an Aufklärung, Verhütung und einer guten Gesundheitsversorgung mangelt.“

          Ein weiterer Grund, der häufig übersehen werde, sei fehlende Gleichberechtigung: Viele Frauen haben bei der Familienplanung kein Mitspracherecht. Es gelte, Gleichberechtigung und Familienplanung zu fördern, um das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Dann könne es zum Ende dieses Jahrhunderts 30 Prozent weniger Menschen in dieser Weltregion geben, als derzeit prognostiziert wird.

          Bild: statista

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