https://www.faz.net/-gum-9ke1e

Neue Therapien geben Hoffnung : „Brustkrebs hat heute eine hervorragende Prognose“

  • -Aktualisiert am

Auf der Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz-(MR)-Mammographie ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen. Bild: dpa

Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem „Mamma-Karzinom“. Was Betroffene über neue Therapien wissen sollten, davon berichtet Wolfgang Janni, Spezialist für Gynäkologische Onkologie.

          6 Min.

          Nach wie vor ist Brustkrebs bei Frauen die Todesursache Nummer eins unter den Krebserkrankungen in Deutschland. Vor kurzem tagte die aus 45 Expertinnen und Experten bestehende „Organkommission Mamma“ der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, um die aktuellen Leitlinien zur Behandlung des Mamma-Karzinoms anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu überarbeiten. Dabei war auch Professor Wolfgang Janni, der Sprecher der Organkommission.

          Herr Professor, was sind für Sie die überraschendsten neuen Ergebnisse hinsichtlich der Behandlung von Brustkrebs?

          Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir durch viele weitere, oft nur kleinere Schritte in der Lage sind, die Versorgung unserer Brustkrebspatientinnen und damit ihre Heilungschancen weiter zu verbessern. So konnten wir, auch auf der Grundlage von Studiendaten aus Deutschland, eine neue Standardtherapie für Patientinnen festlegen, bei denen die medikamentöse Therapie vor Entfernung des Brustkrebses nicht zum völligen Verschwinden des Tumors geführt hat. Das Risiko für die Wiederkehr des Krebses kann bei diesen Patientinnen durch die zusätzliche Therapie nahezu halbiert werden. Insgesamt ist es aber selten der Durchbruch an einer einzigen Stelle, sondern es ist die Summe von vielen Verbesserungen, die dazu führt, dass wir heute die Mehrzahl der Patientinnen mit Brustkrebs heilen können.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Entwicklung Arbeitsmarkt : Es steht Spitz auf Knopf

          Wann kippt der Arbeitsmarkt? Vom Autozulieferer Brose bis zur Deutschen Bank, trotz aller Meldungen über Werksschließungen und Entlassungen werden immer noch mehr neue Stellen geschaffen als alte gestrichen.
          Ja, wohin fährt er denn: Der neue Bahnhof in Naivasha wird eröffnet.

          Bahnprojekt Kenia : Geht ein Zug nach Nirgendwo

          Eine Zugverbindung der kenianischen Hafenstadt Mombasa bis in Ugandas Hauptstadt Kampala: Das war der Plan von Kenias Regierungschef Kenyatta. Doch das Projekt droht spektakulär zu scheitern. Profitieren könnte China.