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Sierra Leone : Weiterer Ebola-Fall bestätigt

  • Aktualisiert am

In Freetown in Sierra Leone kam es binnen weniger tage zu einem zweiten Ebola-Fall. Bild: AP

Im westafrikanischen Sierra Leone hat sich eine zweite Frau mit Ebola infiziert. Die Behörden rechnen mit weiteren Krankheitsfällen – und stellten dutzende Menschen unter Quarantäne.

          Im westafrikanischen Sierra Leone gibt es eine zweite neue Ebola-Infektion. Eine 38 Jahre alte Frau, die sich in Quarantäne befand, sei mit dem Virus infiziert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Sie sei die Tante der 22 Jahre alten Frau, die am 15. Januar in der Stadt Magburaka im Zentrum des Landes an Ebola gestorben war.

          Das Gesundheitsministerium bestätigte die Angaben. Die erkrankte Frau habe dabei geholfen, den Leichnam ihrer Nichte zu waschen, um ihn für eine islamische Bestattung vorzubereiten, erklärte ein Sprecher. Die Behörden erwarteten weitere Krankheitsfälle vor allem unter denjenigen, die an der Waschung beteiligt gewesen seien.

          100 Menschen in Quarantäne

          Erst vergangene Woche hatte die WHO das Ende der Ebola-Epidemie verkündet. Einen Tag später musste sie mitteilen, dass sich bei einer am Dienstag gestorbenen Studentin ein Ebola-Verdacht bestätigt hatte. Mehr als 100 Menschen, die mit ihr Kontakt gehabt haben sollen, wurden unter Quarantäne gestellt.

          Ein Land wird für ebolafrei erklärt, wenn es 42 Tage lang – die doppelte Zeitspanne des maximalen Inkubationszeitraums – keine neuen Fälle gegeben hat. Für Sierra Leone hatte dies sogar schon seit dem 7. November gegolten, für Guinea seit dem 29. Dezember. Neben diesen beiden Staaten hatte Liberia zu den Ländern gehört, die in den vergangenen zwei Jahren besonders von der bisher verheerendsten Ebola-Epidemie mit mehr als 11.300 Toten betroffen war.

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