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Umstrittene Behandlung : Washington erhebt Zivilklage wegen Stammzelltherapien

  • -Aktualisiert am

Embryonale Stammzellen einer Maus (Symbolbild) Bild: dpa

Die teuren Stammzelltherapien sollen Krebs, Diabetes und mehr heilen. Die amerikanische Regierung geht nun gegen die Kliniken vor, weil ihre Wirksamkeit der Behandlung bislang nicht nachgewiesen sei.

          Die amerikanische Regierung geht gegen Anbieter von Stammzelltherapien vor. Das Justizministerium in Washington reichte am Mittwoch Zivilklagen gegen Kliniken in Kalifornien und Florida ein, da die Wirksamkeit der Behandlungen bislang nicht nachgewiesen sei. Zudem habe die Arzneizulassungsbehörde (FDA) die Therapien nicht genehmigt. Das Ministerium verlangt die Schließung von etwa 100 Einrichtungen wie dem California Stem Cell Center, die damit werben, Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und Multiple Sklerose durch Stammzellengaben zu heilen.

          „Wir widersprechen der Darstellung, dass die Therapien gefährlich sind. Die Stammzellen der Patienten sind keine Medikamente. Wir stellen keine Arzneimittel her“, sagte der Mediziner Mark Berman, der in Südkalifornien mehrere Kliniken betreibt, dem Sender NBC. In den Vereinigten Staaten bieten Unternehmen seit einigen Jahren Therapien an, bei denen mit Chemikalien angereicherte Stammzellen aus Fettgewebe in erkrankte Körperteile injiziert werden. Die Eingriffe kosten bis zu 50.000 Dollar.

          Wie Untersuchungen der Arzneizulassungsbehörde in den vergangenen Wochen zeigten, werden die Stammzellen angeblich nicht wie vorgeschrieben aufbewahrt und verarbeitet. Immer wieder sei es nach den umstrittenen Eingriffen zu Infektionen gekommen. „Die unerforschten und möglicherweise gefährlichen Behandlungen stellen eine Gefahr für die Konsumenten dar. Das Justizministerium sorgt dafür, dass auch die Anbieter experimenteller Therapien ihre Forschungen sicher und legal vornehmen“, begründete das Justizministerium die Klage.

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