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Diskussionen in vielen Städten : Was bringt ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen?

  • -Aktualisiert am

Die Flasche muss versteckt werden: Verbote gegen den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit richten sich vor allem gegen Obdachlose oder Suchtkranke. Bild: Stefan Finger

In manchen deutschen Städten ist es verboten, Alkohol auf öffentlichen Plätzen zu trinken. Juristen und Sozialarbeiter halten nicht viel von solchen Verordnungen.

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          Ein Sommernachmittag in Duisburg: Passanten schlendern durch die Geschäftsstraße, Kinder spielen an einem Brunnen. Wenige Meter weiter schenken sich Genießer unter freiem Himmel ein Glas Wein ein, anderswo zischen die Kronkorken. Das Feierabendbier auf der Straße hat im Ruhrgebiet fast Kulturrang.

          Das war vor kurzem noch anders. Im Mai 2017 ordnete die Stadtverwaltung ein Alkoholverbot an, das im Freien außerhalb von Gaststätten für weite Teile der Innenstadt galt. Wer dagegen verstieß, musste mit der Beschlagnahmung des Getränks und einem Bußgeld von 35 Euro rechnen. So wollte die Kommune der sogenannten Trinkerszene entgegentreten. Geschäftsleute und Anwohner hatten sich über öffentliches Urinieren, Ruhestörungen durch Saufgelage, Pöbeleien und Sachbeschädigung durch Angetrunkene beschwert. Das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger sei beeinträchtigt.

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