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Depressionen, Asthma, Cholera : Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit?

Wer sich die Gesundheitsfolgen klarmacht, der bewertet den Klimawandel noch einmal ganz anders. Bild: plainpicture/Ralf Mohr

Die Bedrohung durch den Klimawandel wird fassbar, wenn man die gesundheitlichen Folgen für Menschen durchbuchstabiert. Die erhöhte Sterblichkeit bei extremen Temperaturen ist nur die augenfälligste Gefahr.

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          Warum wird ein internationaler Gesundheitsgipfel zur Plattform, um die inzwischen oft gehörten Warnungen von Umweltschützern zu verbreiten? Handelt es sich um einen Trick, um aus dem Wohlwollen für die Schülerbewegung „Fridays for Future“ Aufmerksamkeit für eine visionäre, aber nicht gerade massenkompatible Fachveranstaltung abzuleiten? Sollen Ärztinnen und Krankenpfleger jetzt auf ihre politische Verantwortung verpflichtet werden? Oder macht die Verknüpfung der Themen Klimawandel und Gesundheit tatsächlich Sinn?

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ärzte sind es gewohnt, die Vitalfunktionen ihrer Patienten zu prüfen, um zu entscheiden, wie dringend Interventionen eingeleitet werden müssen. Mit Blick auf die Vitalfunktionen des Planeten schlägt Sir Andrew Haines Alarm: „Wir müssen sehr, sehr schnell handeln.“ Montagmorgen, ein gutbesuchter Workshop auf dem „World Health Summit“ in Berlin unter der Überschrift „Klimawandel und Gesundheit“. Der Professor von der London School of Hygiene and Tropical Medicine eröffnet seinen Vortrag mit den üblichen Schaubildern und Kurven der Klimaforschung, die den Anstieg der globalen Temperaturen verdeutlichen. Er warnt vor dem Abschmelzen der Arktis und dem Anstieg des Meeresspiegels, vor bedrohten Ökosystemen, Dürre und Überschwemmungen.

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