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Da fliegen sie wieder! : Neun Fragen und Antworten zur Pollensaison

Gesundheit!: Für viele Deutsche fängt im Frühling die Allergiezeit wieder an. Bild: dpa

Jedes Jahr im Frühling dieselbe Qual: Der Heuschnupfen geht los. Was tun, wenn die Nase wieder juckt und die Augen tränen? FAZ.NET gibt Tipps und erklärt unter anderem, welche Rolle Straßenkleidung spielt.

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          1. Habe ich eine Allergie – oder bin ich bloß erkältet?

          Typische Symptome bei einer Pollenallergie sind Nasen- und Augenjucken, ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase. „Viele Allergiepatienten beschreiben das Gefühl, unter einer Käseglocke zu sein; so, als sei alles in Watte gepackt“, sagt Professor Thilo Jakob, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Uniklinik Gießen. Nicht umsonst heiße es im Englischen „hay fever“: Viele Allergiker fühlten sich richtig krank, die Symptomatik könne ähnlich wie bei einem fieberhaften Infekt sein. Zu unterscheiden, ob es sich hierbei um eine Allergie handelt oder um eine Erkältung, ist gar nicht so leicht. Wichtige Indikatoren sind die Dauer – eine normale Erkältung hält in der Regel nicht länger als zehn Tage an, Allergiesymptome können über mehrere Wochen hinweg auftreten – sowie die wiederkehrenden Symptome im Jahr darauf. Das Nasensekret ist bei einer Allergie oft durchsichtiger als bei einer Erkältung, so der Deutsche Allergie- und Asthmabund. In ihrer ersten Allergiesaison wissen Betroffene oft nicht, was los ist. Bei fortgeschrittener Allergie sind übrigens nicht immer nur die oberen Atemwege betroffen. Patienten können dann auch Asthma entwickeln, damit gehen dann oft auch Lebensmittelallergien einher. Es entstehen also sogenannte Kreuzallergien.

          2. Lohnt sich ein Allergietest?

          Johanna Dürrholz
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Ein Allergietest lohnt sich bei Verdacht immer, weil eine entsprechende Behandlung die Diagnose voraussetzt. Dabei gibt es zwei verschiedene Tests, die häufig durchgeführt werden: den Hauttest und den Bluttest. Hauttests, bei denen mögliche Allergieauslöser in die Haut gebracht werden und nach Reaktionen gesucht wird, weisen allerdings lediglich darauf hin, ob ein Patient sensibel auf einen bestimmten Wirkstoff reagiert. Ob dieser auch Auslöser für die Beschwerden ist, kann erst der zweite Test mit Sicherheit bestimmen, der Bluttest. Bei dieser sogenannten Serologie werden mögliche IgE-Antikörper im Blut nachgewiesen. Dieser Test hat den Vorteil, dass er zwischen Kreuzallergien und anderen Allergien unterscheidet. Viele Ärzte führen daher inzwischen sofort den Bluttest durch, ohne vorherigen Hauttest.

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