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Kinder wollen raus : Macht endlich Platz da!

Temporäre Spielstraßen wie hier in Berlin würden mehr Raum zum Spielen schaffen. Bild: dpa

Keine Lust auf drinnen bleiben: Kinder haben sich schon vor dem Ausbruch der Pandemie gewünscht, mehr draußen zu sein und in der Natur zu spielen. Was heißt das in Corona-Zeiten?

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          Früher war es so, dass Leo nach der Schule nach Hause ging. Er trödelte meistens, kaufte sich am Kiosk noch was Süßes. Zu Hause machte er Hausaufgaben, die Eltern waren arbeiten, dann rief er seinen Freund an und traf ihn im Park zum Fußballspielen. Heute ist Leo, 10 Jahre, an drei von fünf Tagen zu Hause, genauso wie seine Mutter. Sie kontrolliert, dass Leo etwas für die Schule macht, sie kocht für ihn, sie ermahnt ihn, die Spülmaschine auszuräumen, und sie macht für ihn Treffen aus, damit er im Garten mit einem Freund spielen darf, unter genauer Einhaltung der Abstandsregeln. Vom Fenster aus schaut sie, ob die beiden sich auch daran halten.

          Anke Schipp

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Kinder in Zeiten von Corona haben die Freiheit gewonnen, nicht jeden Tag in die Schule gehen zu müssen, aber sie haben auch viel von dem verloren, was sie vor Corona hatten: zum Beispiel, sich wenigstens zeitweise außerhalb des Radars der Eltern bewegen zu können.

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