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Nach der Geburt : In aller Ruhe

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In anderen Kulturen wird die Mutter in den ersten Wochen nach der Geburt viel mehr geschont als hierzulande. Bild: Picture-Alliance

Früher wurde die Frau nach der Geburt umsorgt und gepflegt. Heute stehen Frauen kurz danach wieder mitten im Alltag. Ein gefährlicher Trend, warnen Hebammen und Mediziner.

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          Wer sich heute bei frischgebackenen Müttern umschaut, der kann doch so manches Mal erstaunt sein. Kaum ist das Kind auf der Welt, wird Besuch in Massen empfangen, gehören Kochen, Waschen und Aufräumen schon wieder zum täglichen Ablauf. Manch eine Neu-Mama verbringt ihre Zeit schon wieder in Cafés oder Einkaufszentren. Gab es da nicht mal so etwas wie das Wochenbett? Waren diese acht Wochen nach der Geburt nicht dafür da, sich als Mutter von der Geburt zu erholen und sich mit dem Baby bekannt zu machen?

          Die erste Zeit kuschelnd im Bett zu verbringen und diese nicht wiederkommenden magischen Momente zu genießen, das scheint nicht mehr en vogue zu sein, obwohl so viel wie kaum zuvor über Bindung und Beziehung zum Kind diskutiert wird. Befragt man Ärzte und Hebammen zu den ersten Wochen nach der Geburt, dann betonen sie, wie besorgniserregend der Verfall des Wochenbetts in unseren Breiten ist. „Nach einer Geburt sollten sich Frauen erholen, da es eine große mentale Umstellung ist, und nicht einfach darüber hinweggehen, wie es derzeit häufig zu beobachten ist“, sagt Manuela Rauer-Sell vom Deutschen Hebammenverband. „Es ist auch ein körperlicher und hormoneller Umstellungsprozess, für den sich Frauen Zeit und Ruhe nehmen sollten.“

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