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Vogelgrippe : Seehofer verlängert Stallpflicht für Geflügel

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Wir müssen drinnen bleiben Bild: AP

Die Gefahr ist nicht gebannt: Federvieh muß wegen der grassierenden Vogelgrippe weiterhin im Stall gehalten werden. Ausnahmeregelungen in einzelnen Regionen sind aber möglich.

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          Angesichts des unverändert hohen Vogelgrippe-Risikos hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) die Stallpflicht für Geflügel unbefristet verlängert. „Auch wenn es sich in erster Linie um eine Bedrohung für Vögel und Geflügel handelt, wissen wir um die mögliche Bedrohung auch für die Menschen“, sagte Seehofer am Freitag. „Wir müssen deshalb sehr verantwortlich reagieren.“ Zugleich soll es aber neue Ausnahmemöglichkeiten für Freilandhaltung geben.

          Grundlage der Entscheidung ist eine neue Risikobewertung durch das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Ostsee-Insel Riems. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat darin eine Verlängerung des zunächst bis Ende April verhängten Freilaufverbots empfohlen, hält aber Ausnahmeregelungen unter bestimmten Voraussetzungen für vertretbar. „Die Gefahr einer Einschleppung des Geflügelpestvirus H5N1 Asia über infizierte Wildvögel ist in Deutschland hoch“, betonte FLI-Präsident Thomas Mettenleiter. „Der Ausbruch der Geflügelpest in Sachsen hat dies eindrücklich bestätigt.“

          Da einige Zweige der Geflügelwirtschaft wie die Gänsezucht auf Freilandhaltung angewiesen sind, seien Ausnahmegenehmigungen unter Berücksichtigung lokaler Risikofaktoren wie etwa der Geflügeldichte und der Nähe zu Wildvogelrastplätzen vertretbar, urteilt das FLI. Impfungen stellten dagegen - außer für Zootiere und vom Aussterben bedrohten Rassen - weiterhin keine Option dar.

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