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Coronavirus in Amerika : Zahl der Toten steigt auf mehr als 100.000

  • Aktualisiert am

Krematorium in den Vereinigten Staaten Bild: AFP

In keinem anderen Land hat die Coronavirus-Pandemie zu so vielen Opfern geführt wie in den Vereinigten Staaten. Forscher erwarten, dass noch viel mehr Menschen sterben werden.

          1 Min.

          Die Zahl der verzeichneten Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat die Marke von 100.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore stieg die Zahl der Corona-Toten bis Donnerstagmorgen auf 100.276. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle betrug 1,7 Millionen.

          Die Vereinigten Staaten sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Fast ein Drittel der dortigen Todesopfer wurde im Bundesstaat New York verzeichnet.

          Weltweit fast sechs Millionen Infektionen

          Seit einiger Zeit wird allerdings in den Vereinigten Staaten ein Rückgang der täglichen Totenzahlen verzeichnet. In den vergangenen Tagen lag die Zahl der binnen 24 Stunden registrierten Todesopfer jeweils unter 700. Zwischen Anfang April und Anfang Mai hatte die Totenzahl an manchen Tagen bei mehr als 2000 gelegen. Weltweit sind bisher mehr als 5,6 Millionen Coronavirus-Fälle registriert worden – bei insgesamt mehr als 350.000 Toten.

          Noch vor einigen Wochen war das Institut IHME der Universität Washington in Seattle davon ausgegangen, dass sich die Opferzahl in den Vereinigten Staaten im Hochsommer bei etwa 90.000 stabilisieren würde. Mittlerweile gehen die IHME-Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten in Amerika bis Anfang August auf rund 132.000 ansteigen könnte. Das IHME-Modell wird immer wieder aktualisiert – auch, weil die Bundesstaaten Eindämmungsmaßnahmen inzwischen lockern.

          Die Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Trump selber hatte zu Monatsbeginn gesagt, er hoffe, dass die Zahl der Toten in den Vereinigten Staaten unter 100.000 bleiben würde. Mitte April hatte Trump erklärt, seine Regierung rechne mit 60 000 bis 65 000 Toten infolge der Coronavirus-Epidemie in den Vereinigten Staaten.

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