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Tierseuche : Vogelgrippe-Erreger in Ungarn nachgewiesen

  • Aktualisiert am

Vogelgrippe: Test im Nationalen Institut für Tiergesundheit in Budapest Bild: dpa

Erstmals in diesem Jahr ist in einem Mitgliedsstaat der EU die Vogelgrippe aufgetaucht. Betroffen ist ein Gänse-Bestand im Südosten Ungarns. Als erste Maßnahme gegen eine Ausbreitung der Tierseuche wurden 3000 Tiere aus dem Bestand getötet.

          In der Europäischen Union (EU) ist erstmals in diesem Jahr der auch für den Menschen hoch gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 nachgewiesen worden. Der Erreger sei in Ungarn in toten Gänsen entdeckt worden, teilte die EU-Kommission mit.

          Die ungarischen Behörden hätten die EU-Kommission über den Fund im Südosten des Landes informiert. Eine ungewöhnlich hohe Sterberate bei einem dortigen Gänse-Bestand habe die Behörden zu Tests veranlasst, die jetzt H5N1 bestätigt hätten. Als Reaktion auf den Fund seien die etwa 3000 Tiere dort getötet und eine Schutzzone von drei Kilometern um das Gebiet eingerichtet worden.

          Serbien verhängt Importverbot

          Es ist der erste Fund des H5N1-Erregers in diesem Jahr in einem der 27 EU-Mitglieds-Staaten. Allerdings ist der Erreger in diesem Jahr schon in Asien nachgewiesen worden. Dabei waren fünf Menschen in Indonesien gestorben, zudem war über Fälle in Japan, Thailand und Vietnam berichtet worden.

          Serbien hat inzwischen ein Importverbot für Geflügel aus dem Nachbarstaat verhängt. Die Veterinärbehörden hätten entsprechende Kontrollmaßnahmen angeordnet, teilte das Landwirtschaftsministerium in Belgrad mit. Der Import von Geflügel aus Ungarn sowie dessen Transport durch das Land seien verboten worden.

          Seit 2003 ist in etwa 50 Ländern weltweit der Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen worden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kamen dabei 163 Menschen ums Leben.

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