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Thailand : Deutsche Touristin doch nicht an Schweinegrippe gestorben

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Hohe Vorsichtsmaßnahmen: Krankenhäuser in Thailand setzen Wärmebildkameras zur Erfassung der Körperthemperatur ein Bild: dpa

Die deutsche Touristin, die in Thailand gestorben ist, war nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums nicht an Schweinegrippe erkrankt. Sie war mit Grippesymptomen in eine Klinik gebracht worden.

          Die in Thailand gestorbene deutsche Touristin hatte entgegen eines ersten Verdachts keine Schweinegrippe. Das berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Dienstagabend. „Zwei Laborergebnisse haben bestätigt, dass sie nicht mit dem neuen Virus infiziert war“, sagte der Sprecher des Ministeriums. Das Institut für forensische Medizin hatte zuvor ein positives Ergebnis gemeldet.

          Die Touristin, nach neuesten Angaben 65 Jahre alt, war am Montagabend in einem Krankenhaus gestorben. Sie war mit Grippesymptomen in die Klinik gebracht worden. Die Frau war mit ihrem Mann und einer weiteren Verwandten am 12. Mai aus Deutschland nach Thailand gekommen. Die Familie fuhr nach Hin Hua 130 Kilometer südwestlich von Bangkok, um Urlaub zu machen. Die 65-Jährige hatte nach Angaben der Behörden eine Lungenentzündung und Fieber. Sie sei auf dem Weg von den Krankenhaus in Hin Hua nach Bangkok gestorben.

          Die Behörden hatten Verdacht auf Schweinegrippe und hatten ihren Mann und mehrere andere Menschen, mit denen sie in Kontakt gekommen war, vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Insgesamt hat Thailand zwei Fälle von Schweinegrippe gemeldet. Beide Erkrankten waren zuvor in Mexiko und sind inzwischen wieder gesund. 20 Menschen waren am Dienstag in vorsorglicher Quarantäne.

          Als Vorbeugung gegen eine rasante Ausbreitung der Schweinegrippe haben die Behörden in Japan am Dienstag mehr als 4000 Schulen und Kindergärten geschlossen. In Großstädten wie Kobe und Osaka trugen viele Menschen Atemschutzmasken, nachdem dort Infektionen mit dem Influenza-Virus A (H1N1) nachgewiesen worden waren. Insgesamt erkrankten nach Angaben der Behörden 163 Menschen an der Schweinegrippe.

          Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Krankheit auch in die Region der Hauptstadt Tokio eingeschleppt wird. Mit rund 36 Millionen Einwohnern ist dies die größte urbane Agglomeration der Welt. Bei den ersten nachgewiesenen Infektionen handelte es sich um Menschen, die Anfang Mai aus Nordamerika eingereist waren.

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