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Studie : Zwei Drittel der deutschen Männer sind zu dick

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Fettiges Essen und wenig Bewegung sind die häufigsten Gründe für Übergewicht, aber auch Medikamente, Stress oder Schlafmangel spielen eine Rolle Bild: dpa

Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Männer überdurchschnittlich dick sind. Experten sehen das mit Sorge – denn wer zu viel wiegt, wird eher krank.

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          Wem nicht nur nach einem deftigen Feiertagsessen die Hose kneift, der befindet sich in guter Gesellschaft. Denn Männer in Deutschland sind überdurchschnittlich dick – das geht aus einer in der britischen Medizin-Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie hervor, für die Daten aus 188 Ländern ausgewertet und mit Werten von 1980 verglichen wurden. Demnach ist fast ein Drittel der Weltbevölkerung übergewichtig oder fettleibig.

          Beispiele wie das des kürzlich verstorbenen Mexikaners Manuel Uribe, der als dickster Mann der Welt 597 Kilogramm auf die Waage gebracht hatte, sind ohne Zweifel extrem. Doch unter den erwachsenen Männern sind hierzulande 64,3 Prozent von Übergewicht betroffen, während laut der Untersuchung fast die Hälfte der erwachsenen Frauen und jeder fünfte Jugendliche zu dick ist.

          Als Kriterium für Übergewicht nutzten die Wissenschaftler des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der Universität von Washington den sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der sich aus der Körpergröße und dem Körpergewicht eines Menschen ableitet. Wer einen BMI zwischen 25 und 29,9 hat, gilt als übergewichtig, bei Werten von 30 oder höher spricht man von Fettleibigkeit. Dafür wird das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern dividiert.

          2,1 Milliarden Menschen sind übergewichtig

          Auffällig ist, dass sich mehr als die Hälfte der besonders stark übergewichtigen Menschen auf wenige Länder verteilt: Allen voran stehen die Vereinigten Staaten – fast jeder Zweite der rund 314 Millionen Einwohner ist der Studie zufolge zu dick –, doch auch in China, Indien und Deutschland, das den achten Platz belegt, ist ein erheblicher Teil der Bevölkerung mindestens übergewichtig.

          „Fettleibigkeit ist ein Problem, das die ganze Welt betrifft – unabhängig von Alter oder Einkommen“, sagte Christopher Murray, der das Washingtoner Institut leitet. Die Entwicklung treffe auf Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen zu, schreiben die Autoren, doch 62 Prozent der Betroffenen leben der Statistik zufolge in Entwicklungsländern.

          Seit 1980, als weltweit 857 Millionen Menschen als zu dick galten, hat sich der Anteil der übergewichtigen Männer nach Angaben der Wissenschaftler von 28,8 Prozent auf 36,9 Prozent erhöht. Insgesamt waren 2013 bereits 2,1 Milliarden Menschen zu dick – ein wesentlich rasanterer Anstieg als der der Weltbevölkerung.

          Bei den Frauen registrierten die Forscher einen globalen Anstieg um mehr als acht Prozentpunkte auf 38 Prozent. Zudem haben ein Viertel der Kinder in den Industrienationen und 13 Prozent der Minderjährigen in den Entwicklungsländern Gewichtsprobleme. Dieses Ergebnis bereitet den Forschern besonders große Sorge, denn durch frühes Übergewicht droht die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen lebenslang Schaden zu nehmen. „Wir wissen, dass Adipositas im Kindesalter ernsthafte nachgeschaltete Gesundheitseffekte hat“, sagte die Autorin Marie Ng. Den Forschern zufolge sind in Deutschland 20 Prozent der Jugendlichen unter 20 Jahren übergewichtig und fünf Prozent sogar adipös.

          Die Folgen von Übergewicht sind vielfältig. Nicht zuletzt ist es jedoch ein Risikofaktor für Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes. Der Grund für das hohe Gewicht sind meistens falsche Ernährung und zu wenig Bewegung; doch auch bestimmte Medikamente, Stress, Schlafmangel und genetische Veranlagungen zählen zu den Ursachen von Übergewicht und Fettleibigkeit.

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