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Studie des Robert-Koch-Instituts : So krank sind die Deutschen

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Deutschland beim Arzt Bild: dpa

Rund 8000 Menschen hat das Robert-Koch-Institut über drei Jahre lang befragt und untersucht. Die Ergebnisse geben einen umfassenden Überblick über Gesundheit und Verhalten der Deutschen - von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Ernährung bis hin zu psychischer Gewalt.

          Wie gesund - oder wie krank ist Deutschland? In einer neuen Großstudie hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die Gesundheit der Deutschen unter die Lupe genommen. Rund 8000 Menschen wurden dafür befragt und auf Herz und Nieren untersucht - sie sind damit ein Spiegelbild der Bevölkerung. Einige ausgewählte Ergebnisse:

          Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 2,5 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer zwischen 40 und 79 Jahren haben einen Herzinfarkt überlebt. Zudem hatten 2,9 Prozent schon einmal einen Schlaganfall. Insgesamt haben sich die Überlebenschancen verbessert.

          Diabetes: Bei 7,2 Prozent der Menschen zwischen 18 und 79 Jahren wurde Diabetes diagnostiziert. Das ist ein Anstieg um 38 Prozent binnen zehn Jahren. Ein Drittel des Anstiegs ist allerdings auf die wachsende Zahl älterer Menschen zurückzuführen, die generell ein erhöhtes Diabetesrisiko haben. Auch Übergewicht ist ein großer Risikofaktor.

          Übergewicht: 53 Prozent der Frauen und rund 67 Prozent der Männer gelten als übergewichtig - die Zahl hat sich seit einer vergleichbaren Studie von 1998 „auf hohem Niveau eingependelt“. Allerdings gibt es immer mehr stark Übergewichtige. Unter Fettleibigkeit (Adipositas) leiden heute bereits 23,3 Prozent der Männer und 23,9 Prozent der Frauen, wobei der Anteil bei jungen Männern besonders hoch ist. Jeder fünfte 30- bis 39-jährige Mann ist mittlerweile stark übergewichtig.

          Stress: Mehr als jeder Zehnte leidet unter Dauerstress, Frauen (13,9 Prozent) noch mehr als Männer (8,2 Prozent). Gestresste Menschen sind zugleich anfälliger für Depressionen oder Burnout. Zudem hat etwa ein Drittel der Erwachsenen massive Schlafstörungen.

          Depressionen: Bei sechs Prozent wurde in den letzten zwölf Monaten eine Depression diagnostiziert und zwar vor allem im mittleren Lebensalter und bei mehr Frauen als Männern.

          Gewalt: Etwa jeder 20. Befragte ist binnen eines Jahres Opfer körperlicher Gewalt geworden. Jeder Fünfte erlebte psychische Gewalt und wurde beleidigt, bedroht oder schikaniert. Frauen waren demnach tendenziell häufiger Opfer, wurden aber auch „signifikant häufiger“ gewalttätig gegen ihren Partner.

          Allergien: Rund 30 Prozent der Erwachsenen leidet unter mindestens einer Allergie. 8,6 Prozent haben Asthma, fast 15 Prozent Heuschnupfen und 4,7 Prozent Nahrungsmittelallergien.

          Ernährung: Die Deutschen essen etwas mehr Obst und Gemüse. Im Schnitt verputzen Frauen 3,1 und Männer 2,4 Portionen am Tag - Gesundheitsexperten empfehlen allerdings fünf Mal Obst und Gemüse täglich.

          Sport: Etwa ein Viertel der Erwachsenen treibt mindestens zwei Stunden pro Woche Sport. Das sind mehr als noch vor zehn Jahren. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mindestens 2,5 Stunden mäßiger Bewegung pro Woche erreicht aber nur ein Fünftel.

          Rauchen und Alkohol: Während der Anteil der Raucher gesunken ist, ist der Alkoholkonsum vor allem bei den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren weiterhin bedenklich. Über die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen dieses Alters trinken in riskanter Weise Alkohol.

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