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Siamesische Zwillinge : Eltern hoffen auf Weihnachtsfest mit Lea

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„Hocherfreut”: Leas Neurochirurg Benjamin Carson Bild: dpa

Lea, die Überlebende der Trennung der Siamesischen Zwillinge aus Lemgo, ist aus der Klinik entlassen worden. Die Ärzte hoffen, daß sie bald nach Deutschland zurückkehren kann.

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          Die kleine Lea aus Lemgo aus Westfalen hat knapp zwei Monate nach der dramatischen Trennung von ihrer Siamesischen Zwillingsschwester Tabea das Krankenhaus verlassen. Ihre Ärzte an der Johns Hopkins Universitätsklinik in Baltimore gaben am Montag abend bekannt, daß Lea die schwere Operation „ohne größere Komplikationen überstanden“ hat. Sie seien „sehr zufrieden mit den Fortschritten“ der Einjährigen, bekräftigten die Ärzte. Leas Zwillingsschwester Tabea überlebte die Trennung nicht.

          In der Erklärung heißt es, Lea sei bereits am Samstag entlassen worden. Siewerde in den kommenden Wochen weiter überwacht, dürfe aber voraussichtlich bald nach Hause. Das Ärzteteam um den Chirurgen Ben Carson fügte hinzu, daß die kleine Lea noch in der Nähe der Klinik bleiben müsse, um bei Bedarf ambulant behandelt werden zu können. „Wir freuen uns, daß Lea das Krankenhaus verlassen hat und hoffen gemeinsam mit den Eltern, daß sie zu Weihnachten wieder zu Hause ist“, sagte der Pastor der mennonitischen Brüdergemeinde Lemgo, Nikolai Reimer.

          Chirurg „hocherfreut“

          Der Neurochirurg Carson bekräftigte, „ich bin hocherfreut mitteilen zu können, daß Lea auf dem Weg der Besserung ist“. Einzelheiten über Leas neurologische Entwicklung wurden nicht bekannt. Bei der Trennung Siamesischer Zwillinge, die am Kopf zusammengewachsen sind und sich Blutgefäße im Hirn teilen - so wie Lea und Tabea bis Mitte September - treten häufig geistige oder auch körperliche Schwächen auf.

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