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Seuchenschutzbeauftragter Frieden : Ebola „größte Herausforderung seit Aids“

  • Aktualisiert am

Besorgt: Thomas Frieden Bild: dpa

Der Ebola-Ausbruch in Westafrika sei seit die schlimmste Epidemie seit dem Aufkommen von Aids, sagte der Direktor der amerikanischen Gesundheitsbehörde bei einem Treffen in Washington. Er fordert eine deutliche Verstärkung der internationalen Hilfsbemühungen.

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          Der amerikanische Seuchenschutzbeauftragte Thomas Frieden hat bei einem internationalen Krisentreffen in Washington davor gewarnt, dass Ebola zum „nächsten Aids“ werden könnte. Es habe seit dem Aufkommen von HIV/Aids keine vergleichbare Seuche gegeben, sagte der Direktor der amerikanischen Gesundheitsbehörde (CDC). Die internationale Gemeinschaft müsse dringend handeln, damit der die Ausbreitung der Seuche rasch eingedämmt werden könnte. Beim aktuellen Ebola-Ausbruch in Westafrika sind bislang mehr als 3800 Menschen gestorben, 200 von ihnen Helfer. Frieden erlebe den Ebola-Ausbruch als eine der größten Krisen in seiner bislang 30 Jahre währenden Laufbahn, sagte er.

          Die Präsidenten der besonders betroffenen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea appelierten indessen für mehr Hilfe aus dem Ausland. „Unsere Leute sterben. Die Hilfe kommt nicht schnell genug, viele Kinder verwaisen“, sagte Ernest Bai Koroma, Staatschef von Sierra Leone. Die EU hat mittlerweile angekündigt, internationale Hilfskräfte innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten typischer Symptome in Krankenhäuser mit Isolierstationen nach Europa auszufliegen. Das soll Anreize schaffen, mehr europäische Helfer in die Seuchengebiete nach Westafrika zu entsenden. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ebenfalls am Krisentreffen teilnahm, fürchtet eine weitere Verschlechterung der Lage. Die Hilfe müsse verzwanzigfacht werden, um die Seuche effektiv zu bekämpfen, sagte Ban.

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