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Seuchen : Sars-Verdachtsfall auch in Taiwan

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Sars-Verdacht: Einer von 1000 Chinesen, die unter Quarantäne stehen Bild: REUTERS

Breitet sich die gefährliche Lungenkrankheit Sars erneut aus. In Taiwan gibt es einen ersten Verdachtsfall. Bisher lassen sich alle Fälle auf eine Ansteckungsquelle zurückführen.

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          Nach dem Wiederauftreten der Lungenkrankheit Sars in China hat nun auch Taiwan einen ersten Verdachtsfall gemeldet. Ein 78jähriger Mann zeige nach seiner Rückkehr von einer China-Reise entsprechende Symptome, gab das Zentrum für Seuchenkontrolle am Donnerstag bekannt. Er sei in einem Krankenhaus auf der Insel Kinmen unter Quarantäne gestellt worden.

          Auch die chinesischen Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag, der Verdacht auf eine Sars-Erkrankung habe sich in zwei weiteren Fällen bestätigt. Damit stieg die Zahl der Sars-Infizierten in China auf vier, fünf weitere Personen werden als Verdachtsfälle eingestuft. Bei den jüngsten bestätigten Fällen handelt es sich um die Mutter und die Tante einer Krankenschwester, die sich bei einer Medizinstudentin angesteckt hatte. Die Studentin war in einem staatlichen Labor zur Untersuchung von Sars mit dem tödlichen Virus in Kontakt gekommen.

          Noch keine Rede von neuer Epidemie

          Auch nach den neuen Erkrankungen betonten Peking und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), bislang hätten sich nur Personen aus dem Umfeld des Labors angesteckt, und die Gefahr für eine Epidemie wie im vergangenen Jahr, als 349 Menschen in China an Sars starben, sei nicht erwiesen. Um eine neue Epidemie zu verhindern, stehen in China inzwischen 1000 Personen unter Quarantäne.

          Der mutmaßliche taiwanische Sars-Patient, der am Samstag aus China nach Hause zurückkehrte, leide unter hohem Fieber und zeige Symptome einer Lungenentzündung, teilten die Behörden mit. Ob sich der Mann tatsächlich mit Sars infiziert hat, müsse noch untersucht werden.

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