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Seuchen : Ebola-ähnliches Fieber grassiert im Südsudan

  • Aktualisiert am

Ebola-Virus: Ein enger „Verwandter” macht sich derzeit im Sudan breit Bild: dpa

Ein Fieber „aus der Familie von Ebola“ grassiert nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation derzeit im Sudan. Bisher fielen 15 Menschen dem lebensgefährlichen Virus zum Opfer.

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          Im Süden Sudans sind offenbar mehrere Menschen einer dem hochansteckenden Ebola-Fieber ähnlichen Krankheit zum Opfer gefallen. Bislang hätten die Behörden 15 Krankheits- und vier Todesfälle gemeldet, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag.

          Bei den meisten der Betroffenen sei die Infektion mit einem Ebola-ähnlichen Erreger in Laboruntersuchungen bestätigt worden. Erste Tests hätten ergeben, daß es sich um eine Krankheit aus „der Familie der Ebola“ handele, berichtete WHO-Vertreter Abdullahi Ahmed. Die WHO entsandte ein Expertenteam in die Stadt Yambio nahe der Grenze zum Kongo.

          Alarmbereitschaft in Uganda

          In den letzten drei Tagen seien allerdigns keine neuen Krankheitsfälle aufgetreten, hieß es in der Erklärung der WHO vom Freitag. Uganda versetzte Mitarbeiter im Gesundheitswesen in der Grenzregion zum Sudan in Alarmbereitschaft. Einem Ebola-Ausbruch in der nordugandischen Provinz Gulu fielen vor vier Jahren mehr als 170 Menschen zum Opfer.

          Das durch Ebolaviren ausgelöste, mit Blutungen einhergehende Fieber trat erstmals im Jahre 1976 in Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) ins öffentliche Bewußtsein. In 50 bis 80 Prozent der Fälle endet die Erkrankung tödlich. Medikamente oder Impfungen gegen das Virus gibt es bisher nicht. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet über die Körperflüssigkeiten Erkrankter statt.

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