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Seuchen : Cholera-Epidemie in Angola gerät außer Kontrolle

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Vor allem für Kinder ist Cholera lebensbedrohlich Bild: Unicef

Seit Mitte Februar grassiert die Cholera in Angola. Inzwischen gibt es schon mehr als tausend Tote, rund 26.000 Menschen sind erkrankt. Die Epidemie droht außer Kontrolle zu geraten.

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          Die in Angola zur Zeit grassierende Cholera droht nach Angaben der Vereinten Nationen außer Kontrolle zu geraten. Seit dem Ausbruch der Epidemie im Februar seien schon rund 1085 Menschen gestorben, weit mehr als 26.000 hätten sich infiziert, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Freitag mit.

          Täglich würden bis zu tausend neue Fälle bekannt. Unicef Deutschland rief angesichts der dramatischen Lage zu Spenden auf und stellte 100.000 Euro bereit. Außerdem seien schon 20 große Tanks für je 10.000 Liter Trinkwasser in den betroffenen Gebieten des westafrikanischen Landes aufgestellt worden. Große Mengen an Wasseraufbereitungstabletten, Chlor und Medikamenten zur Behandlung von Durchfall seien ins Land gebracht worden.

          Ausbruch in Elendsvierteln von Luanda

          Die Cholera war Mitte Februar in den Elendsvierteln der angolanischen Hauptstadt Luanda ausgebrochen und hatte sich schnell auf zehn weitere Provinzen ausgebreitet. Die Millionenstadt Luanda ist nach wie vor mit mehr als 13.300 Kranheitsfällen und schon fast 200 Toten am schlimmsten betroffen.

          Rehydrationssalz: Unicef-Waffe gegen Durchfall
          Rehydrationssalz: Unicef-Waffe gegen Durchfall : Bild: Unicef

          Cholera ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektionskrankheit, die besonders das Leben von Kleinkindern bedroht. Symptome sind starker Durchfall, Darmkrämpfe und Erbrechen. Wegen des starken Flüssigkeitsverlustes droht den Betroffenen Austrockung. Besonders wichtig bei der Behandlung ist daher sauberes Trinkwasser.

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