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Schon 52 Tote in 2017 : Schwere Grippewelle in Frankreich

In einem Krankenhaus in Marseille schieben Pflegekräfte eine Patientin in einem Krankenhausbett Bild: AFP

780.000 Franzosen sind in den vergangenen Wochen wegen Grippesymptomen zum Arzt gegangen. Dutzende Patienten starben bereits. Die Grippewelle offenbart Schwächen im Gesundheitssystem.

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          Eine schwere Grippewelle hat in Frankreich Schwächen im öffentlichen Gesundheitssystem offenbart. Gesundheitsministerin Marisol Touraine gestand ein, dass 142 der 850 öffentlichen Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze erreicht hätten. Die Lage sei angespannt. Insbesondere ältere Menschen seien trotz Grippeimpfung gefährdet.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          In den vergangenen vier Wochen sind mehr als 780.000 Franzosen wegen Grippesymptomen zum Hausarzt gegangen. Seit Anfang November starben in Krankenhäusern 52 Patienten. Ministerin Touraine sprach von einer „voraussichtlich schlimmen Bilanz“.

          Dabei wird Kritik an Einsparungen im Krankenhauswesen laut. „Die Ministerin sollte einsehen, dass wir unser Gesundheitssystem kaputt reformiert haben, so dass wir nicht mehr in der Lage sind, eine banale Grippeepidemie zu überstehen“, sagte Christophe Prudhomme, der Sprecher der Notarztvereinigung. „Wir haben zugelassen, dass so viel eingespart wurde, dass nun das Personal mit einer normalen Grippewelle überfordert ist.“

          Die Grippewelle hat früh begonnen. Es handelt sich nach offiziellen Angaben vor allem um Influenza-Viren des Subtyps A (H3N), die besonders für alte Menschen gefährlich sind. Der Scheitelpunkt der Epidemie soll in Kürze überschritten werden.

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