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Sars : Neuer Sars-Verdachtsfall alarmiert Behörden in China

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Wieder erhöhte Vorsichtsmaßnahmen gegen Sars Bild: dpa/dpaweb

Ein halbes Jahr nach dem offiziell erklärten Sieg über die Lungenseuche ist in China wieder ein Verdachtsfall der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars aufgetreten.

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          Erstmals ist in Südchina wieder ein Verdachtsfall der lebensgefährliche Lungenkrankheit Sars aufgetreten. Ein halbes Jahr nach dem offiziell erklärten Sieg über die Lungenseuche liegt ein 32jähriger Patient mit Sars-Symptomen in einem Krankenhaus der Metropole Kanton.

          Der freie Mitarbeiter des Fernsehens der Südprovinz Guangdong sei aber in einem „stabilen Zustand“, berichteten die Ärzte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Samstag. Er habe seit drei Tagen kein Fieber mehr.

          Eine nicht genannte Zahl von Personen, die engen Kontakt zu ihm gehabt hätten, wurde in Quarantäne genommen. Sie müßten weiter unter medizinischer Beobachtung stehen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Wohnung des 32Jährigen wurde desinfiziert. Bei ersten Ermittlungen wurden keine Kontakte des Mannes zu exotischen Tieren festgestellt, die in Südchina als Delikatesse verspeist werden und als mögliche Überträger des Virus gelten. In der Südprovinz Guangdong hatte das Sars-Virus vor einem Jahr seinen Ausgang genommen und mehr als 8000 Menschen in 29 Ländern angesteckt. 774 Menschen starben.

          Hongkong löst Alarmsystem aus

          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde eingeschaltet. Das Gesundheitsministerium rief landesweit zur verstärkten Überwachung von Fieberpatienten auf. Die Behörden im benachbarten Hongkong lösten die erste Stufe eines neuen dreistufigen Alarmsystems aus. Vorsichtsmaßnahmen und Gesundheitskontrollen wie Fiebermessen an der viel frequentierten Grenze zu Guangdong wurden verschärft.

          Sollte sich der Fall bestätigen, wäre der Mann der erste Sars- Patient seit dem Sommer, der sich außerhalb eines Labors angesteckt hat. In Singapur und Taiwan waren im September und Dezember zwei Sars-Fälle bei Wissenschaftlern aufgetreten, die sich versehentlich an Virusproben infiziert hatten. Die letzten beiden Sars-Patienten Chinas hatten am 16. August in Peking nach mehr als 100 Tagen medizinischer Behandlung das Krankenhaus verlassen.

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